Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der Volltextsuche, um einzelne Einträge des über 500 Begriffe umfassenden Edelsteinlexikons zu finden.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Perle

Herkunft: Natürlich oder gezüchtet, in der Modifizierung des Calciumcarbonats. Härte nach Mohs: 3,5 bis 4. Farbe: Alle, jedoch meist behandelt, besonders bei Zuchtperlen.

W: Perlen bestehen vorwiegend aus Aragonit. Egal ob natürlich oder gezüchtet. Beide Arten unterliegen den gleichen Behandlungsvorschlägen. Natürliche Perlen sind durch ihre Seltenheit mit noch größerer Vorsicht zu behandeln als gezüchtete. Ihr Neubeschaffungswert ist hoch und sie sind in bestimmten Größen außerdem noch sehr schwer erhältlich. Bei Zuchtperlen liegen die Verhältnisse etwas anders. Das soll nicht aussagen, dass diese billig im Preis sind - man muss in der jetzigen Zeit sagen: "Ganz im Gegenteil". Sie sind aber von der Größe und Farbe her betrachtet viel leichter erhältlich. Perlen vertragen somit keine Wärme, Lauge, Säure oder Säuregemische, galvanische Bäder, Ultraschallreinigungen, Silbertauchbäder und Kosmetika. Größtmögliche Vorsicht bei Abkittarbeiten. Die meisten Zweikomponentenkleber erzeugen beim Abkitten brennende Gase, die die Perle umhüllen und an der Oberfläche versengen. Dies kommt meist dadurch zustande, weil die meisten Perlen nicht mehr fachlich richtig finiert (gekittet) wurden. Eine Hauptursache ist, dass bei der Massenerzeugung von Perlschmuck auf dies nicht mehr Bedacht genommen wird. Ich traue mich auch noch einen Schritt weiter und behaupte, dass die meisten jüngeren Goldschmiede gar nicht mehr wissen, wie Perlen fachlich richtig auf ihrer Perlschüssel mit dem Perlstift richtig sitzen sollen.

H: Heute hat die Zuchtperle den Platz der Naturperle eingenopmmen. Die Vielzahl der verschiedenen Handelsnamen bei Zuchtperlen, sowohl mit als auch ohne Kern, stiften Verwirrung. Eines steht fest: Perlen altern so wie der Mensch. Ihre Lebenszeit beträgt rund 100 Jahre. Meistens bringt sie der Mensch aber schon vorher um. Perlen brauchen zwar den Hautkontakt - aber lehnen jede Kosmetika oder sonstige Schönheitssalbe ab. Sie schädigen die Oberfläche. Direkte Punktstrahlerbeleuchtung soll strikt vermieden werden.
Das Reinigen des Perlschmucks darf nicht im Ultraschall erfolgen. Lauwarmes Wasser, weiche Bürste und anschließend neues Knüpfen (bei Colliers oder Ketten) erbringen die besten Erfolge. Ein Perlencollier gehört einmal im Jahr zum Juwelier zur Kontrolle. Da heutzutage ein Großteil der Perlen farbmäßig behandelt ist, schädigt übermäßige Kosmetika die Perloberfläche. Beim Fingerschmuck sind es die Haushaltsreinigungsmittel. Daher ist dieser bei Haushaltsarbeiten abzulegen. Textilfasern können ebenfalls bei Colliers und Ketten im Lauf der Zeit den Lüster oder Orient schädigen. Eine Zuchtperle darf nicht als "echte Perle" bezeichnet werden.


<< Peridot Perlit >>

Verknüpfte Einträge:


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »



Aktuelle Objekte:

Ohne Titel, ... >

Nadar >



Aktuelle Objekte:

Projektarbei... >

Ich bin der ... >