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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Perlmutter

Herkunft: Gewachsenes Naturprodukt aus Schnecken- oder Muschelgehäusen. Härte nach Mohs: 2,5 bis 4 (ist von der Herkunft abhängig). Farbe: Durch den schichtweisen Aufbau des Gehäuses werden der sogenannte Perlmutterglanz und die schillernden Farben, die sich bei jeder Bewegung ändern, verursacht.

W. und H: Das an der Schaleninnenseite von Perlmuscheln, Seeschnecken und Kopffüßern entstandene Material nennt man mit einer Sammelbezeichnung "Perlmutt" (unterschieden wird zwischen Seeperlmuscheln, Flussperlmuscheln, Kreisel- oder Kegelschnecken, Rundmundschnecken, Seeohr und Nautilus). Perlmutt, das in verschiedenen Farben - natürlich oder behandelt - vorkommt, ist wie natürliche oder gezüchtete Perlen zu behandeln. Da man Perlmutt in der Werkstätte selbst verarbeiten kann, sollen einige Hinweise bei eventuellen Reparaturen oder Neuanfertigungen Hilfe bringen. Bei spanabhebenden Tätigkeiten soll Diamantschneidewerkzeug verwendet werden. Ist dies nicht möglich, so ist der Einsatz von Korund- und Carborundumwerkzeug unbedingt ratsam. Zum Zersägen verwendet man die üblichen Metallaubsägeblätter. Bei Bohrarbeiten sollen WIDIA- oder HSS-Bohrer mit wenig Umdrehungszahlen benützt werden. Um Absplitterungen beim Durchbohren zu vermeiden, ist das Unterlegen von Haltholz oder eventuelles Gegenbohren notwendig. Am häufigsten wird Perlmutt geschliffen oder poliert. Beim Schleifen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Grobschleifen mittels Korundschleifscheiben; Feinschleifen, beginnend mit verschiedenkörnigem Schmirgelpapier und mit Filzscheiben; die häufigste und beste Methode ist das Schleifen mit Bimsmehl und Wasser (Körnung G2). Das anschließende Polieren erfolgt zuerst mit Tripel und dann mit Polierrot oder mit anderen Polierpasten, zum Beispiel Wiener Kalk. Muss Perlmutt - aus verschiedenen Gründen - künstlich behandelt werden, so soll dieser Vorgang immer zwischen Schleifen und Polieren geschehen.Bei der künstlichen Behandlung unterscheidet man zwischen "Bleichen" und "Säurebehandlung".
Zum Bleichen von Perlmutt verwendet man 30- bis 50prozentiges Wasserstoffsuperoxid. Der Bleichvorgang ist je nach gewünschtem Farbton unterschiedlich lang (zwischen vier und zwölf Stunden). Anschließend muss das Perlmutt mindestens 25 Minuten im Wasser gekocht werden (eher länger, auf keinen Fall kürzer). Dann kann mit Hilfe von Säure (Salzsäure), zur Auflockerung der Oberfläche, die Farbe verbessert werden. Der Färbevorgang liegt zwischen einer halben bis zu einer Minute. Die Salzsäure wird mit destilliertem Wasser verdünnt. Bei industriellen Fertigungen gibt es noch verschiedene andere Bearbeitungsmöglichkeiten, die aber in einer Werkstätte kaum durchgeführt werden können. Die beschriebenen "einfachen" Methoden sollen ein kleiner Anhaltspunkt sein.


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