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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Persischer Türkis

Synonym: Türkis. Härte nach Mohs: 5,5 bis 6. Farbe: feinstes Türkisblau in verschiedenen Farbvarietäten.

W. und H:Diese Handelsbezeichnung entspricht der qualitätsmäßig besten Türkisart aus dem Distikt von Nishapur in der Provinz Khorassan in Persien. Er titt meistens ohne Matrixzeichnung im Handel auf und wird behandelt oder unbehandelt angeboten. Die zweite Art ist aber die häufigste Erscheinungsform. Wenn der persische Türkis ohne Matrix angeboten wird, ist die Möglichkeit gegeben, dass es sich um eine Synthese handelt. Der schon oft zitierte Edelsteinzüchter "Gilson" produziert synthetische Türkise von so hervorragender Qualität, dass diese Steine - wenn keine Matrixänderung vorliegt - vom Juwelier oder Goldschmied kaum zu erkennen sind. Es ist daher größtmögliche Vorsicht angebracht.
Unqualifizierte Äußerungen, wie zum Beispiel "... sowieso synthetisch ...", wenn ein Stein bei Fassarbeiten brechen sollte, können eine Kette von unbequemen Reaktionen auslösen, die mit hohen Kosten verbunden sind; besonders dann, wenn der Stein als "natürlich" diagnostiziert wurde. Vom Imageverlust abgesehen, häufen sich die Probleme bei der Neubeschaffung in gleicher Farbe, Form und Größe. Der Preis richtet sich immer nach Größe und Farbe des Steines.
Eine Diagnostizierung des Steines bei Verdacht auf eine Synthese kann nur in einem hochwissenschaftlich arbeitenden Labor (zum Beispiel EÖGG Wien) mit Hilfe der "Kathodenluniniszenz" oder einer "Infrarotspektralphotometeranalyse" durchgeführt werden. Es wollen nur leider viel zu viele Goldschmiede und Juweliere nicht zur Kenntnis nehmen, dass perfekt "gemachte" Türkise angeboten werden. Information und Schulung ist aus diesem Grund von sehr großer Bedeutung.Schützen Sie den Türkis vor Laugen, Säuren, Säureverbindungen, Wärme (auch Punktstrahlerbeleuchtung vermeiden, weil bei Oberflächenkunstharzbehandlungen Aushärtungsrisse entstehen können), Ultraschall, Galvanik, Schleif- und Polierbürsten, Silber- und Goldreinigungsbädern. Bei Fassarbeiten keinen Schlag oder Druck auf den Stein ausüben. Dasselbe gilt bei Hausarbeiten. Der Stein darf mit Haushaltsreinigungsmitteln nicht in Berührung gebracht werden, weil die meisten fluorhältig sind und die Steinoberfläche verätzt wird. Ein Stein, der große Probleme machen kann.


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