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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Quarz

Mineralart: kristallisierte Kieselsäure. Härte nach Mohs: 7. Farbe: alle Farben möglich.

W. und H:Unter Quarz versteht man Kieselsäure (Siliziumdioxid) mit verschiedensten Beimengungen von Metalloxiden und fremdartigen Mineralien. Der Quarz ist neben dem Feldspat das Mineral, das am häufigsten in zahlreichen Abarten in Form von Schmuck- und Edelsteinen vorkommt. Ursprünglich umfasste der Begriff "Quarz" nicht den Bergkristall oder die vielen anderen bunten Steine dieser Mineralart. Er war im wesentlichen auf die derbe Art des "gemeinen Quarzes" beschränkt. Bis in das 18. Jahrhundert hinein verstand man unter Quarz "Silex" (Kiesel). Das Wort selbst tauchte im 14. Jahrhundert im böhmischen Bergbau auf. Bis in das 18. Jahrhundert sprach man nicht von Quarz, sondern von "Querze", was in der Bergmannsprache "lästiges Gestein" bedeutete.Das Wort Quarz wurde in viele Sprachen übersetzt: quartz/Englisch; quarzo/Italienisch; quarts/Dänisch; kwarz/Russisch; quartzo/Portugiesisch; cuarzo/Spanisch; quartz/Französisch usw.Die Quarzgruppe umfasst vom mineralogischen Gesichtspunkt aus betrachtet folgende Steine mit klingendem Handelsnamen:Zu den kristallinen Quarzen zählt man: Bergkristall, Rauchquarz, Citrin, Amethyst und die gebrannten Amethyste (Goldcitrin, Madeiracitrin und Prasioith). Beim Bergkristall kommen noch die vielen Einschlußquarze dazu, wie zum Beispiel: Rutilquarz, Venushaarquarz, Teethishaarquarz, Liebespfeilquarz, Regenbogenquarz, Rheinkieselquarz, Goldquarz, Silberquarz, Wassertropfenquarz usw.Bei den körnigen Quarzen unterscheidet man: Rosenquarz, Aventurinquarz, Jaspis, Saphirquarz, Prasemquarz. Beim Jaspis können auf Grund der verschiedenen Farben rund 70 Handelsnamen unterschiedlichster Art vorkommen.Zu den stengeligen Quarzen zählt man: Quarzfalkenauge, Quarzkatzenauge, Quarztigerauge.Die vierte Kristallisationsform spricht vom faserigen Quarz. Darunter versteht man in erster Linie den Chalzedon. Abgeleitet davon - mit schönen Zeichnungen - Achat. Auch bei dieser Bezeichnung sind über 70 Handelsnamen möglich. Wenn fremde Minerale im Chalzedon vorhanden sind und diese besonders schöne Farben und Zeichnungen ergeben, so kann man vom Moosachat, Dendritenachat oder vom Heliodor sprechen. Karneol, Chrysopras, Onyx sind entweder natürliche oder behandelte Chalzedone.

Alle Quarze besitzen besonders gute Mitverarbeitungseigenschaften und lassen sich im Schmuck hervorragend kreieren. Die bedeutensten Quarze und deren Eigenschaften werden in dieser "Knigge-Reihe" beschrieben. Alle diese Quarze, die hier aufgezählt wurden, mit Ausnahmen wie: Bergkristall, Amethyst, Rauchquarz, Citrin, Onyx, Chrisopras und Karneol, sind Unikatsteine. Bei Neubeschaffung sind alle anderen Quarze, insbesondere jene, die schöne Zeichnungen zeigen, schwer erhältlich. Genauere Beschreibungen unter den einzelnen Handelsnamen.


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