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Türkis Mineralart: Wasserhältiges
Kupfer-Aluminium-Phosphat.
Härte nach Mohs: um 6.
Farbe: Himmelblau bis Blaugrün.
W:
Dieser Edelstein mit seiner geringen Härte muss besonders geschützt werden. Er
darf nicht mit Säuren, Säureverbindungen, Säuregemischen (Sud), galvanischen
Bädern und Silbertauchbädern sowie Wärmeeinfluss bei Lötarbeiten in
Verbindung gebracht werden. Schon das "Auswaschen" von Türkisschmuckstücken
in heißem Wasser mit Seife oder Salmiakgeist kann zu schweren Oberflächenveränderungen
führen. Das Reinigen in Ultraschallbädern muss strikt vermieden werden. Bei Fassarbeiten
ist größtmögliche Vorsicht am Platz.
Der Türkis als Edelstein hat im Laufe von Jahrhunderten große Bedeutung
erlangt und auch auf Grund seiner schönen Farbe vielfach eine Oberflächenveredelung
erhalten. Für den Goldschmied sind Reparaturen oder Neuanfertigungen von
Schmuckstücken mit Türkisen immer mit großen Problemen behaftet, da
insbesondere in den letzten Jahren die Farbverbesserung bei diesen Steinen
erheblich zugenommen hat.
Es werden in der Regel drei Oberflächenveredelungen durchgeführt: Die
einfachste Art ist nur das Ölen, die anderen Techniken sind Ölen und Härten
mit Kunstharz oder nur das Härten mit Kunstharz. Beim Türkis gibt es zwei
Qualitätsmerkmale, entweder Steine ohne Matrixeinlagerungen, dies sind die
feinsten Qualitäten, wobei jene mit Matrixänderungen besonders reizvoll sein können
und bei der Verarbeitung neue Kreationen bringen. Am problematischsten können
Steine mit Änderung sein.
H:
Der Stein erhielt seinen Namen nicht, weil er in der Türkei vorkommt, sondern
weil der damalige Handelsweg von Persien ausgehend über die Türkei führte. In
den Auslagen ist er vor intensiver Sonnen- oder Punktstrahlerbeleuchtung zu schützen,
insbesondere jene Steine, die mit Kunstharz oberflächlich veredelt wurden.
Es können nämlich Aushärtungsrisse an der Oberfläche entstehen. Man kann
sagen, dass zirka 85 Prozent aller Türkise, die im Handel auftreten, oberflächlich
veredelt sind. Für das Verkaufsgespräch ist es auch wichtig, den Konsumenten
über die Unverträglichkeit mit Kosmetika zu informieren. Säure- und
Laugeneinflüsse können den Stein oberflächlich schädigen. Er eignet sich in
der Schmuckverarbeitung am besten als Collier, Brosche und Ohrschmuck.
Bei Ringen, Armketten, Armbändern und dergleichen ist auf Grund seiner geringen
Härte die Tragfähigkeit mit Vorsicht zu genießen. Silbertauch- oder
Reinigungsbäder sind von Türkisen fernzuhalten. Das rasche und einfache
Reinigen im Ultraschallbad kann den Stein nicht nur oberflächlich verändern,
sondern auch zum Zerspringen bringen.
Da es eine große Anzahl von Türkisersatzsteinen gibt, ist das Erkennen, ob Türkis
ja oder nein, oftmals eine nicht unbedeutende Tätigkeit für den Einzelhändler
und Goldschmied. Bedeutende Imitationen sind die Türkise nach Gilson und die
gefärbten Magnesite namens Turquenite.
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