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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Türkis

Mineralart: Wasserhältiges Kupfer-Aluminium-Phosphat.
Härte nach Mohs: um 6.
Farbe: Himmelblau bis Blaugrün.

W:
Dieser Edelstein mit seiner geringen Härte muss besonders geschützt werden. Er darf nicht mit Säuren, Säureverbindungen, Säuregemischen (Sud), galvanischen Bädern und Silbertauchbädern sowie Wärmeeinfluss bei Lötarbeiten in Verbindung gebracht werden. Schon das "Auswaschen" von Türkisschmuckstücken in heißem Wasser mit Seife oder Salmiakgeist kann zu schweren Oberflächenveränderungen führen. Das Reinigen in Ultraschallbädern muss strikt vermieden werden. Bei Fassarbeiten ist größtmögliche Vorsicht am Platz.

Der Türkis als Edelstein hat im Laufe von Jahrhunderten große Bedeutung erlangt und auch auf Grund seiner schönen Farbe vielfach eine Oberflächenveredelung erhalten. Für den Goldschmied sind Reparaturen oder Neuanfertigungen von Schmuckstücken mit Türkisen immer mit großen Problemen behaftet, da insbesondere in den letzten Jahren die Farbverbesserung bei diesen Steinen erheblich zugenommen hat.

Es werden in der Regel drei Oberflächenveredelungen durchgeführt: Die einfachste Art ist nur das Ölen, die anderen Techniken sind Ölen und Härten mit Kunstharz oder nur das Härten mit Kunstharz. Beim Türkis gibt es zwei Qualitätsmerkmale, entweder Steine ohne Matrixeinlagerungen, dies sind die feinsten Qualitäten, wobei jene mit Matrixänderungen besonders reizvoll sein können und bei der Verarbeitung neue Kreationen bringen. Am problematischsten können Steine mit Änderung sein.
H:
Der Stein erhielt seinen Namen nicht, weil er in der Türkei vorkommt, sondern weil der damalige Handelsweg von Persien ausgehend über die Türkei führte. In den Auslagen ist er vor intensiver Sonnen- oder Punktstrahlerbeleuchtung zu schützen, insbesondere jene Steine, die mit Kunstharz oberflächlich veredelt wurden.

Es können nämlich Aushärtungsrisse an der Oberfläche entstehen. Man kann sagen, dass zirka 85 Prozent aller Türkise, die im Handel auftreten, oberflächlich veredelt sind. Für das Verkaufsgespräch ist es auch wichtig, den Konsumenten über die Unverträglichkeit mit Kosmetika zu informieren. Säure- und Laugeneinflüsse können den Stein oberflächlich schädigen. Er eignet sich in der Schmuckverarbeitung am besten als Collier, Brosche und Ohrschmuck.

Bei Ringen, Armketten, Armbändern und dergleichen ist auf Grund seiner geringen Härte die Tragfähigkeit mit Vorsicht zu genießen. Silbertauch- oder Reinigungsbäder sind von Türkisen fernzuhalten. Das rasche und einfache Reinigen im Ultraschallbad kann den Stein nicht nur oberflächlich verändern, sondern auch zum Zerspringen bringen.

Da es eine große Anzahl von Türkisersatzsteinen gibt, ist das Erkennen, ob Türkis ja oder nein, oftmals eine nicht unbedeutende Tätigkeit für den Einzelhändler und Goldschmied. Bedeutende Imitationen sind die Türkise nach Gilson und die gefärbten Magnesite namens Turquenite.


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