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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Bergkristall

Mineralgruppe: Quarz. Härte nach Mohs: 7. Farbe: farblos.

W: Bergkristall wird im Schmuck in verschiedenen, kristallisationsbedingten Arten angeboten. Wenn er in seiner inneren Struktur klar und rein ist, das heisst, ohne Risse, Sprünge oder fremde Mineraleinschlüsse, dann hält dieser, bedingt durch seine physikalischen Eigenschaften, die meisten Arbeitsbedingungen standhaft durch. Zuviel Wärmeeinfluss kann ihn entweder verfärben oder es bilden sich Risse und Sprünge. Die gefährlichste Temperatur ist um 400 Grad Celsius. Flusssäure oder deren Dämpfe ätzen die Steinoberfläche an. Wird die zweite strukturbedingte Art angeboten, das heisst, mit Rissen, Sprüngen oder Mineraleinschlüssen (Einschlußquarz) dann ist grösstmögliche Sorgfalt notwendig. Kein übermässiger Wärmeeinfluss, kein rascher Temperaturwechsel, und kein Ultraschallgerät für Entfettungsarbeiten. Auch das Abkochen im Sud kann bei Einschlußquarzen problematisch werden. Beim Galvanisieren mit Abdecklack arbeiten, oder den Stein ausfassen.Oberflächlich mit Metalloxiden veredelter Bergkristall, dessen Oberfläche ein Spektrum zeigt, wird im Handel fälschlich als "Rheinkieselstein" bezeichnet. Dies ist aber meist Bleiglanz und ist vor Wärmeeinfluss, Säuren, Schleif- und Polierscheiben sowie Ultraschallreinigungen fernzuhalten. Bei "Gestecken" können Metallteile und Blütenformen (aus Bergkristall) durch "Finierung" befestigt sein. Daher grösstmögliche Vorsicht, da Zinn der grösste Feind von Edelmetall ist.

H: Billiger und häufig vorkommender Schmuckstein. Wird auch synthetisch hergestellt und ist nicht vom natürliche Bergkristall zu unterscheiden. Wird aber in erster Linie in der Technik als Schwingungsquarz verwendet. Die Schreibweise "Quartz" bezieht sich nur auf die Handelsbezeichnung in Eigennamen bei Uhren bzw. im Englischen und Französischen. Einschlußquarze sind beliebte Sammlerstücke, wobei viele Handelsnamen je nach fremden Mineraleinschluss angewendet werden. Zum Beispiel: Venushaar-, Liebespfeil-, Theetishaar-, Regenbogen-, Iris-, Gold-, Wassertropfenquarz usw. Eine gelegentliche Erscheinungsform ist der "Rheinkieselstein". Hier muss bei Reparaturen unterschieden werden zwischen natürlichem "Rheinkiesel" und bedampftem Glas. Einschlußquarze sind in Steinpärchenform sehr schwer erhältlich. Keine Ultraschallreinigung und Punktstrahlerbeleuchtung bei Wassertropfenquarz. Bei Gestecken bestehen die farblosen Blüten aus mattiertem Bergkristall.


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