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Edelstein-Knigge von Prof. Leopold Rössler

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Chatham-Rubin, Chatham-Saphir und Chatham-Smaragd

Mineralgruppe: Korund oder Beryll, nur mit einem Unterschied, dass diese Steine "hydrothermal gezüchtet" werden. Es sind sogenannte Laborprodukte, die unter ähnlichen Bedingungen entstehen, wie natürliche Rubine, Saphire oder Smaragde. Sie fallen in der Nomenklaturbestimmung unter den Begriff "synthetische Steine". Daher besitzen diese "hydrothermal gezüchteten" Steinvarietäten die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie verblüffende Einschlussmerkmale, wie solche auch bei natürlichen Steinen dieser Art vorkommen können.

W: Es gibt noch zu geringe praktische Erkenntnisse über das Verhalten dieser Produktionen in Wärme, Säure usw., da diese Steine aber die gleichen Eigenschaften und teilweise auch Merkmale auf dem Einschlusssektor besitzen wie Naturprodukte, unterliegen sie daher auch den gleichen Behandlungsbedingungen. Das bedeutet für den Goldschmied ein "Umdenken", wenn er hört "synthetische Steine". Es gibt unter diesem Begriff eben zwei Arten: a) Produktionen nach "Verneuil" als älteste Produktionsart und b) "hydrothermal gezüchtete" Steine als moderne Synthese.Nur die letzte Varietät darf nicht mit den Produktionen nach "Verneuil" verglichen oder gar gleichgestellt werden. Daher sind eben diese Rubine, Saphire und Smaragde von Feuerarbeiten bei Reparaturen fernzuhalten. Eine Ausnahme soll nur der "Smaragd nach Gilson" sein. Genaueres darüber unter diesem Handelsnamen. Da die Produktionen von Chatham bei Rubin ähnlichen Entwicklungscharakter hatten wie jene Smaragde des österreichischen Züchters "Lechleitner I, II, III usw.", so könnte es möglich sein, dass durch "Unwissenheit" über diese Produktionen bei Reparaturen eine falsche Handlung gesetzt wird. Genaueres über "Lechleitner-Smaragde" unter diesem Handelsnamen. Zusammenfassend kann man sagen: "Alle hydrothermal gezüchteten Steinvarietäten unterliegen daher den gleichen Behandlungsbedingungen wie jene natürliche dazugehörende Steinsubstanz".

H: Sehr schwierig von natürlichen Rubinen, Saphiren und Smaragden ohne genauere gemmologische Untersuchung zu erkennen. Ist die Diagnostizierung solcher Steine im Geschäft möglich, dann sollte bei etwaigen Reparaturen von Schmuckstücken mit solchen Steinen am Reparaturensackerl als Schützenhilfe für den Goldschmied deutlich z.B. synthetischer Rubin nach Chatham oder Chatham-Rubin usw. aufscheinen. Bei Neubeschaffungen von diesen Steinen gibt es sicher Probleme, da sie meist nur in bestimmtem Grössen und Formen (Kalibrid) im Handel zu bekommen sind und ausserdem preislich nicht im untersten Felde liegen. Beim Handeln von Schmuckstücken mit solchen Steinen muss eine deutliche und sinngemäße Kennzeichnung gegeben sein.


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