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Kunst des 20. Jahrhunderts

(Verkaufstück)
FRUCHTSCHALE MIT DREI ROTGELBEN BIRNEN, 1910

KOLOMAN MOSER Wien 1868 – 1918 Wien
Art. Nr.: 37
Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH

Eingeordnet in:

Kunst des 20. Jahrhunderts

Preis:
nicht vermerkt


 

KOLOMAN MOSER
Wien 1868 – 1918 Wien


37
FRUCHTSCHALE MIT DREI ROTGELBEN BIRNEN, 1910
Öl auf Leinwand, 50 x 50 cm
Monogrammiert rechts unten: K. M.


Das Spiel mit Farb- und Formkontrasten - ein Thema, das Kolo Moser jahrelang beschäftigt und eigentliches Thema seiner Malerei ist - wird in kaum einem anderen Bild so deutlich vor Augen geführt wie in dem 1910 entstandenen Stillleben „Fruchtschale mit drei rotgelben Birnen“ (Katalog Nr. 7 in der Nachlass-Ausstellung von 1920). Die Rundungen der Früchte und der Schale stehen in deutlichem Gegensatz zur strengen Geometrie des Fensterkreuzes dahinter und den Konturen des Tisches. Die leuchtend orangeroten Nuancen der Birnen und des Tischtuchs werden durch das matte Grün des Geschirrs und der hinter dem Fenster angedeuteten Landschaft gebrochen. In seinem Notizbuch hält Moser immer wieder grundsätzliche Überlegungen zum Kontrast, zum Wechselspiel von These und Antithese, das für ihn formal und koloristisch von essentieller Bedeutung ist, fest: „Pol verlangt Gegenpol, Das Flache - das Tiefe, das Eckige - das Runde, das Glatte - das Bucklige, Kontrasterkenntnis!!“ 1911 stellt er in der von Carl Moll künstlerisch geleiteten Galerie Miethke in der Wiener Dorotheergasse die Blumen- und Früchtestillleben gemeinsam mit Landschaftsbildern aus dem Semmering- und Wechselgebiet und anderen Sujets erstmals einem größeren Publikum vor.

Maria Rennhofer


Literatur: Maria Rennhofer: Koloman Moser. Leben und Werk. 1868 – 1918. Verlag Christian Brandstätter. Wien 2002, S. 205, Abb. 347.