Kunst Verkaufsstücke: Bergwelt Maritime Motive Kunst des 20. Jahrhunderts
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(Verkaufstück) BLICK AUF DAS GAILTAL, 1938 ANTON MAHRINGER Neuhausen bei Stuttgart 1902 – 1974 St. Georgen im Gailtal Art. Nr.: 31 Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbHEingeordnet in: Kunst des 20. Jahrhunderts Bergwelt
Preis: nicht vermerkt
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ANTON MAHRINGER
Neuhausen bei Stuttgart 1902 – 1974 St. Georgen im Gailtal
31
BLICK AUF DAS GAILTAL, 1938
Öl auf Leinwand, 90 x 69 cm
Datiert und signiert rechts unten: 1938 Anton Mahringer
Monogrammiert und datiert links unten: AM 38
Eine retrospektive Orientierung zeigt das reichhaltige malerische Œuvre Anton Mahringers als eine vielfältige Auseinandersetzung neuer Gestaltungsmöglichkeiten der sichtbaren Wirklichkeit. Das vorliegende Werk entspricht der so genannten „lyrischen Phase“ (1937 – 1945). Seit 1932 hatte sich der Künstler in Labientschach, eine Talstufe über Nötsch, niedergelassen.
Das vorliegende Bildthema ist die unmittelbare Umgebung, die Landschaft des Gailtales. Vom optischen Erlebnis ausgehend, untersucht der Künstler die naturhaften Beziehungen der Erscheinungsqualitäten für seinen Schaffensprozess. Der Realitätsbezug gilt ihm als zentraler Wertmaßstab. Das 1938 entstandene Bild nimmt den Blick von den Hängen an der Sonnseite des Gailtals, im Rücken den Dobratsch, über eine Böschung, in das tiefer gelegene Tal, sowie auf die gegenüberliegende, charakteristische Gebirgskette mit dem blauen Sommerhimmel darüber. Panoramaartig, im perspektivisch organisierten Raum erscheinen die Kalkklippen der Julischen Alpen bis hin zum Triglav, dem höchsten Berg Sloweniens. Interessiert hatten den Künstler die unterschiedlichen Farbintensitäten von der Nähe zur Ferne, die gestalterisch multiplen Funktionen spannungsreicher Farbvaleurs: im Vordergrund dominieren hauptsächlich die Farbtriaden Grün – Violett – Orange, anders dann im Mittel- und Hintergrund. Hier wird das dominierende Grün mit Blau- und Weißtönen gebrochen.
Die unmittelbare Sichtbarmachung des Malaktes durch zügig auf die Leinwand aufgebrachte Pinselstriche zeigt die expressive Formensprache Mahringers. Das Flirren der Luft lässt sich am flächig breiten Pinselduktus erkennen, so dass der Eindruck eines sommerlich heißen Tages entsteht. Das von mildem Licht überzogene und zartem Rhythmus bewegte Bild erinnert an weitere Werke Mahringers aus dieser Zeit: helle, pastellartig getönte Landschaften mit farbigen Reflexen und einer sensibel abgestuften Farbenskala.
Sàrolta Schredl
Literatur: Walter Zettl: Anton Mahringer. Verlag Galerie Welz Salzburg. Salzburg 1972.
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