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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Bellerophon , lat. (griech. Bellerophontes), der griechischen Sage zufolge ein Sohn des Königs Glaukos von Korinth und Enkel des * Sisyphus. (Anderen Quellen nach war sein Vater * Poseidon.)

Er hieß eigentlich Hipponous, wurde aber Bellerophon genannt, nachdem er außer seinem Bruder auch einen gewissen Belleros getötet hatte. Schon als Jüngling war es der größter Wunsch Bellerophons, das geflügelte Pferd * Pegasus zu reiten. Da das scheue Tier niemanden in seine Nähe ließ, bat Bellerophon die Göttin * Athene, ihm zu helfen. Nachdem er in ihrem Tempel eingeschlafen war, erschien ihm die Göttin und legte ein goldenes Zaumzeug neben ihn. Auf Weisung Athenes begab sich Bellerophon am Morgen mit dem Geschenk der Göttin zur heiligen Quelle Peirene bei Korinth, wo sich das Tier oft aufhielt. Pegasus ließ sich das Zaumzeug der Göttin anlegen und willig damit leiten. Er gehorchte Bellerophon und wurde sein Gefährte in vielen Abenteuern.

Nachdem Bellerophon Belleros getötet hatte, floh er zu König Proitos nach Tiryns, der ihm das Gastrecht gewährte. Dessen Gemahlin Anteia (auch Stheneboia genannt) fand Gefallen an dem schmucken Jüngling, wurde von ihm aber zurückgewiesen. Aus Rache für die Schmach behauptete sie, Bellerophon habe versucht, ihr Gewalt anzutun. König Proitos schickte den vermeintlichen Frevler daraufhin mit einem versiegelten Brief zu Anteias Vater, dem König Iobates von Lykien. In dem Schreiben schilderte Proitos den Vorfall und rief zur Ermordung Bellerophons auf. Da der lykische den Brief aber erst las, nachdem er Bellerophon gleichfalls das Gastrecht gewährt hatte, betraute er ihn mit einer Reihe gefährlicher Aufgaben, in der Hoffnung, dass er sie nicht überleben werde. Einer dieser Aufträge war, das Land von der * Chimära zu befreien. Die Annahme, das Untier werde den unerwünschten Gast töten, erfüllte sich jedoch nicht. Vom Rücken des Pegasus aus verletzte Bellerophon die Chimära mit seinen Pfeilen schwer und schleuderte dann einen Bleiklumpen in ihren Rachen, der sofort schmolz und die Eingeweide des Untiers versengte. Als König Iobates von der Unschuld Bellerophons erfuhr, gab er ihm seine Tochter Philonoë zur Frau. Der frevelhafte Übermut Bellerophons, mit dem geflügelten Ross den Götterberg Olymp zu erreichen, führte schließlich zu seinem Tod. * Zeus schleuderte vor Zorn über diese Vermessenheit einen seiner Blitze, was Bellerophon den Verstand raubte. Einer anderen Überlieferung nach bäumte sich das vom Blitz erschreckte Ross auf und warf seinen Reiter ab. Bellerophon landete in einem Dornbusch und irrte daraufhin, fern jeder Ansiedlung, halb lahm und blind umher, bis er starb.

L. MALTEN, Bellerophontes, Berlin 1925; K. SCHAUENBURG, B. in der unterital. Vasenmalerei, in: Jahrb. d. Dt. Archäolog. Instituts 71, 1956; B. PEPPERMÜLLER, Die B.sage. Ihre Herkunft und Geschichte, Diss. Tübingen 1961; St. HILLER, B., München 1969; K. SCHEFOLD, F. JUNG, Die Urkönige. Perseus, B., Herakles u. Theseus in d. klass. u. hellenist. Kunst, München 1988. 


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