|
Beschlag , Bezeichnung für verschieden geformte metallene Applikationen (vgl. * Applike). Als Verbindung oder als Verschluss dienende Beschläge sind mit einem Scharnier versehen. Vom Mittelalter bis zum 19. Jh. waren Beschläge häufig nicht nur funktionell ausgeführt, sondern bedeckten in Ornamentform einen großen Teil des beschlagenen Gegenstandes und dienten neben der Verfestigung auch als Dekor. Abgesehen von der Verwendung in Verbindung mit der Architektur, sind Beschläge vor allem bei Bucheinbänden, Möbeln, Kassetten und Dosen sowie bei alten Feuerwaffen zu finden. Sie waren früher meist aus Eisen geschmiedet, Zierbeschläge vielfach auch aus Messing oder Bronze gegossen und häufig vergoldet.
O. HÖVER, Das Eisenwerk. Die Kunstformen des Schmiedeeisens vom MA bis zum Ausgang des 18. Jh. Berlin 1953; O. KASTNER, Hand-geschmiedete Eisenkunst in Österr. ..., Romanik und Gotik, Linz 1967; G. EGGER, B. und Schlösser an alten Möbeln, München 1973; A. FEULNER, Kunstgesch. des Möbels, Sonderbd. Propyläen Kunstgesch, Berlin 1980.
|