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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Brunnen , künstlich hergestellte Anlage zur Entnahme von Grundwasser.

Die ersten Brunnen entstanden durch die Einfassung von Quellen und in Form von bis zum Grundwasser reichenden Ausschachtungen. In der Antike waren kleine tempelartige Brunnenhäuser als Verehrungsstätten der * Najaden üblich. Öffentliche Brunnen wurden bereits sehr früh verziert und bildeten kommunale Zentren. Oft wurden Siedlungen rund um einen Brunnen angelegt. In Städten befinden sie sich meist in der Mitte des Marktplatzes. Zur Erinnerung an die Privilegien der Handelsfreiheit und des Marktschutzes wurde beim Brunnen oft eine Fahne aufgepflanzt oder eine Plastik in Form eines Armes mit Schwert aufgestellt. Seit etwa 1500 waren Statuen eines Bewaffneten üblich, der das * Wappen des Herrschers trug. Von diesen * Wappnern sind die vom 14.-18. Jh. bisweilen auch auf Marktplätzen errichteten * Rolandsäulen zu unterscheiden. Brunnen haben ambivalente Symbolbedeutung und wurden mit dem Wasser des Lebens in Verbindung gebracht. Da durch Zusammentreffen am Brunnen nicht selten Ehen angebahnt wurden, galt das so genannte "Frau-am-Brunnen-Motiv" im Klassizismus gleichsam als Liebespfand und Verlobungssymbol. (Der Brautwerber * Isaaks traf mit * Rebekka an einem Brunnen zusammen, und am Brunnen begann die Liebe * Jakobs zu * Rahel.) Das Frau-am-Brunnen-Motiv war ein bevorzugtes Sujet der in Wien für Kaiserin Maria Theresia und die Zarin von Russland tätigen Kleinbildhauer Sebastian und Paul Johann Hess (* Mikroschnitzereien).

B. REIN, Der B. im Volksleben, München 1912; W. KIEWERT, Der schöne B., Dresden 1956.    


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