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Buchdruck . Im Mittelalter wurden Bücher durch Abschreiben (in Klosterwerkstätten) vervielfältigt. Die Schreiber hießen * Skriptoren und die mit der Bebilderung, der * Buchmalerei, befassten Personen * Illuminatoren. Die ersten gedruckten so genannten * Blockbücher entstanden am Beginn des 15. Jh. Sie wurden im * Blockdruck hergestellt, wobei die einzelnen Seiten vor dem Druckvorgang als * Holzschnitte geschnitzt werden mussten. Da sich die Blöcke, d. h. die geschnitzten Holztafeln rasch abnutzten, konnten jeweils nur eine geringe Anzahl von Buchseiten gedruckt werden. Erst die Erfindung der einzelnen, aus Metall gegossenen beweglichen * Lettern, um 1440 durch Johannes * Gutenberg (1397/1400-1468), ermöglichte es, durch Aneinanderreihung der einzelnen Lettern Wörter und Sätze zu bilden und Bücher in größerer Auflage herzustellen. Das älteste auf diese Art in Europa gedruckte Buch ist die so genannte Gutenbergbibel. Die Auflage umfasste 100-200 Exemplare, von denen 40 Stück erhalten sind. Gedruckte Bücher gab es allerdings bereits vor Gutenberg. Die Verwendung einzelner Schriftzeichen aus einer Legierung von Kupfer und Zinn war nachweislich in Korea schon 1403 gebräuchlich, erste Versuche mit dem Verfahren gab es wahrscheinlich bereits im 13. Jh.
H. WIDMANN (Hg.), Der gegenwärtige Stand der Gutenberg-For-schung, Stuttgart 1972; H. W. LANG, Die Buchdrucker des 15. bis 17. Jh. in Österr.. Mit einer Bibliogr. zur Gesch. des österr. B. bis 1700, Baden-Baden 1972; C. CLAIR, A History of European Printing, London 1976; S. CORSTEN, R. W. FUCHS, K.-H. STAUB, Der B. im 15. Jh. Eine Bibliogr. d. inkunabelkundl. Fachlit., Stuttgart 1981; B. KREBS, Handb. der B.erkunst, hg. von M. Boghardt, Pinneberg 1983.
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