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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Bulle , lat. bulla, "Knopf", "Buckel", "Kapsel",

1) ursprünglich etruskisches, später von den römischen Triumphatoren übernommenes knopfförmiges Schmuckstück aus Gold. Freigeborene römische Knaben trugen an einem Band um den Hals eine kleine Kapsel (bulla) mit * Amuletten, denen man unheilabwendende Wirkung nachsagte; ihr Inhalt ist unbekannt.

2) Abgeleitet von diesen Kapseln, bezeichnete man später auch die Schutzkapseln von * Siegeln als Bulle.

3) Ausgehend von den Siegelkapseln, nannte man dann auch Siegel in Form eines runden Metallplättchens Bulle. Von Justinian und Karl d. Gr. ist bekannt, dass sie in besonderen Fällen goldene Bullen verwendeten. Sie waren nicht massiv, sondern bestanden aus zwei dünnen Goldblechen, mit einem Kern aus Wachs oder Teig. Die sonst gebräuchlichen Siegel bestehen meist aus Blei. Sie wurden mit seidenen Schnüren oder dünnen Lederriemen (* Pergamentpressel) an den Pergamenten befestigt.

4) Abgeleitet von den Siegelkapseln und Siegeln, werden vom Papst stammende Erlässe als Bullen bezeichnet.

A. EITEL, Über Blei- u. Goldbullen im Mittelalter, Freiburg 1912.


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