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Buntpapier , Bezeichnung für Papier, das nach der Herstellung mit einem Farbauftrag oder einer * Folie (Metallpapier) versehen wird. Zum Unterschied vom Buntpapier werden beim so genannten "farbigen Papier" und beim * Naturpapier schon der Papiermasse Farbstoffe beigemengt. Buntpapier lässt sich in Europa seit 1430 nachweisen. Es diente bereits sehr früh zum Auskleiden von Kassetten, seit ca. 1600 als Umschlag für geheftete Schriften und seit etwa 1650 auch als * Vorsatzpapier. Vgl. * Brokatpapier, * Kleisterpapier, * Velourspapier (Flockpapier).
W. F. EXNER, Die Tapeten- und B.industrie, Weimar 1869; A. WEICHELT, B.-Fabrikation, Berlin 1932; A. HAEMMERLE, B. Herkommen, Gesch., Techniken, Beziehungen zur Kunst, München 1977; E. W. MICK, Altes B., Dortmund 1979; G. GRÜNEBAUM, B., Gesch., Herstellung, Verwendung, Köln 1982; Europ. Buntpapiere - Barock bis Jugendstil, Ausstellung Stift Göttweig/NÖ, Österr. Mus. für angewandte Kunst, Wien 1984.
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