Cassone , der, ital., "großer Kasten",
Bezeichnung für die in Italien bereits im 14. Jh. verwendeten, insbesondere aber im 15./16. Jh. in Florenz und Venedig üblichen Prunktruhen. Vor Erfindung der Kästen und Kommoden war die Truhe das wichtigste Aufbewahrungsmöbel. Sie diente u. a. zum Verwahren der Aussteuer und war auch beliebtes Hochzeitsgeschenk (* Brauttruhe). Die Randleisten dieser Truhen sind zumeist kunstvoll beschnitzt, und die ca. 170 x 70 cm große Schauseite der Vorderfront ist oft bemalt. U. a. verzierten bekannte Künstler wie Botticelli, Ghirlandaio und Piero di Cosimo solche Truhen durch Bemalen. Tafelmalereien in dem Format wurden nicht nur in Truhen eingesetzt, sondern z. B. auch in Wandtäfelungen.
P. SCHUBRING, Cassoni, 3 Bde., Leipzig 1923; L. FAESON, Ital. cassoni. From the Art Coll. of the Soviet Mus., Leningrad 1983.
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