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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Chanukkaleuchter , von hebräisch chanukka, "Einweihung",

Bezeichnung für künstlerisch gestaltete Leuchter, an denen beim achttägigen Chanukkafest, das am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew (zumeist im Dezember) beginnt, täglich ein Licht entzündet wird. Der Chanukkaleuchter hat acht Lichtquellen, die immer in einer Ebene angeordnet sind. Nicht in der gleichen Ebene befinden muss sich die im Allgemeinen vorhandene neunte Lichtquelle, die nicht mitgezählt wird. Sie fungiert als Dienerlicht (Schamasch), mit dem die anderen Lichter entzündet werden.

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Chanukkaleuchter, den aus der * Menora entwickelten Standleuchter und den Banktypus, bei dem die Lichtquellen in einer Reihe auf einer Lichtleiste angeordnet sind. Diese Form des Chanukkaleuchters hat oft einen Wandschirm (wie ein * Blaker), mit dem der Chanukkaleuchter an die Wand gehängt werden kann. Alte Ausführungen des Chanukkaleuchters bestehen aus einer an einem (durchbrochenen) Wandschirm befestigten achtflammigen Öllampe.

Das Chanukkafest geht zurück auf die Wiedereinweihung des 2. Tempels nach dem Sieg der Makkabäer über die dem hellenistischen Großreich angehörenden Syrer. König Antiochos hatte den Tempel während der hellenistischen Herrschaft Gott * Zeus gewidmet, und der Tempel musste deshalb neu geweiht werden. Der Legende nach war nur mehr ein mit dem Siegel des Hohenpriesters original verschlossenes Ölgefäß für das in jedem jüdischen Tempel für die Feierlichkeit obligate Licht zu finden, und es heißt, dass das mit diesem Öl gespeiste Öllämpchen durch ein Wunder nicht wie üblich nur einen Tag, sondern acht Tage lang brannte, bis frisches, rituell reines Öl nachgeschafft worden war.

Lit.: B. NARKISS u. a., Geschichte der jüdischen Kultur in Bildern, Wiesbaden 1973; J. H. SCHOEPS, Neues Lexikon des Judentums, Gütersloh, München 1992; Sh. R. KELLER, Judentum in Literatur und Kunst, Köln 1995.


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