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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Chemise , die, französisch, "Hemd",

Bezeichnung für das um 1788 in England kreierte und von ca. 1795-1815/20, d. h. während des Directoir und des Empire, in ganz Europa übliche Chemisenkleid aus sehr dünnem Stoff, mit glatten, kurzen Ärmeln. Die Gürtung der Chemise erfolgte nicht in der Taille, sondern unmittelbar unter der Brust, und das Kleid verlief dann hemdartig, d. h. durchgehend geschnitten, glatt bis zu den Knöcheln; bisweilen hatte es auch eine kurze Schleppe. Der Saum der Chemise war oft mit einem mäanderförmigen Zierband geschmückt. Durch die allgemeine Vorliebe für die Antike verwendete der französische Maler Jacques Louis David antikisch gestaltete * Staffagen und bezeichnete die von den dargestellten Damen getragenen Chemisekleider als * à-la-grecque (* Chiton).

I. LOSCHEK, Reclams Mode- u. Kostümlex., Stuttgart 1994.


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