Chorschranken , seit dem 12. Jh. in Kloster- und Stiftskirchen die den * Chor umgebenden 2-3 m hohen Trennwände, als Abschluss des Chors zum Gemeinderaum.
Als Verbindung zu den im Hauptschiff befindlichen Gläubigen diente der * Lettner. Aus Stein errichtete Chorschranken wiesen auf der Seite des Gemeinderaums oft * Blendarkaden oder anderen plastischen Dekor, seltener Malereien auf. Da durch die Chroschranken die Sicht vom Gemeinderaum auf den Hauptaltar genommen war, befand sich vor den Chorschranken oft ein * Laienaltar. Die in Kirchen ohne Chor den Altarraum vom Gemeinderaum trennenden niederen Schranken verwehren nicht die Sicht zum Altar und heißen * Altarschranken. In der Ostkirche übernimmt die * Ikonostase die Aufgabe der Chorschranken. Im 15. Jh. wurden viele Chorschranken durch das * Chorgitter (Doxale) ersetzt.
F. RADEMACHER, Der thronende Christus der C. aus Gustorf, in: Beihefte der Bonner Jahrb. 12, Köln, Graz 1964.
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