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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Agatha , hl., Märtyrerin,
Attribute: Darstellung von abgeschnittenen Brüsten und von Zangen als Marterwerkzeuge.
Nach der Heiligenlegende wohnte Agatha in der sizilianischen Stadt Catania. Da sie die Werbung des Statthalters Quintian zurückgewiesen hatte, lieferte man Agatha an eine Kupplerin aus, die sie zur Aufgabe ihrer Unschuld bewegen sollte. Ihrer Standhaftigkeit wegen wurde die Heilige dann unter dem Christenverfolger Decius (Kaiser 249-251) gemartert, indem Schergen ihre Brüste mit brennenden Hölzern sowie Zangen traktierten und sie zuletzt abschnitten. Im Kerker soll * Petrus der hl. Agatha mit linderndem Balsam erschienen sein, den sie aber zurückwies. Nach der Folterung fand die Heilige den Tod in glühenden und mit spitzen Scherben vermischten Kohlen, in denen sie gewälzt wurde. Der Überlieferung nach legte eine Lichtgestalt eine Tafel auf ihren Sarg, die sich 252 n. Chr, am Jahrestag ihres Todes, aus dem Grab aufrichtete und den Lavastrom des Ätna von der Heimatstadt der Märtyrerin ablenkte. Die Heilige findet man vor allem in Italien oft dargestellt.
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