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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Ägisth , (griechisch Aigisthos, lateinisch Aegisthus), Sohn des * Thyestes und dessen Tochter * Pelopia.
Einem Orakelspruch folgend, beschlief Thyestes seine Tochter Pelopia, da er dem Spruch nach nur so an seinem Bruder * Atreus Rache für den Mord an seinen Söhnen nehmen konnte. Dann heiratete Pelopia ihren Onkel Atreus, verheimlichte ihm aber den wahren Grund ihrer Schwangerschaft. Nachdem Ägisth herangewachsen war, tötete er Atreus aus Rache für den Mord an seinen Brüdern. Thyestes bestieg nach dem Tod seines Bruders Atreus den Thron von Mykene und verjagte dessen Söhne * Agamemnon und * Menelaos.
Die Jünglinge flohen nach Sparta, wo Agamemnon * Klytämnestra und Menelaos die schöne * Helena heiratete, die Töchter des dortigen Königs. Agamemnon vertrieb mit Hilfe seines Bruders König Thyestes aus dem Land und übernahm mit seiner Gemahlin Klytämnestra den Thron von Mykene. Während der langen Abwesenheit Agamemnons beim Kampf um * Troja wurde Ägisth der Buhle Klytämnestras. Nachdem Agamemnon aus Troja heimgekehrt war, fand er durch Ägisth und Klytämnestra den Tod.
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