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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Cosmaten , Cosmati, verallgemeinernde Bezeichnung für römische Kunsthandwerker (Marmorari Romani), die auf Marmor-Inkrustationen spezialisiert waren.

Der Ausdruck Cosmatenkunst (Kosmatenkunst, arte cosmatesca, cosmatesque art) wird von einer vom 12.-14. Jh. in Italien tätigen Gruppe von Kunsthandwerkern abgeleitet, von denen die meisten einer der sieben großen Familienwerkstätten angehörten, die im Gebiet des heutigen Latium (in Mittelitalien) als Marmorari (Marmorhandwerker) ansässig waren. Viele Mitglieder der Familien trugen den Vornamen Cosimo bzw. Cosmas. Der Name dürfte auf die Herkunft der ersten Familie zurückgehen, die mit der Namensgebung den aus Kilikien (in Kleinasien) stammenden hl. Kosmas ehren wollten. Hergestellt wurden von den Cosmaten u. a. Marmor-Inkrustationen an Säulen, Wänden, * Altarschranken, Kirchenfußböden, Sitzbänken für die Kleriker in den Kirchen etc. Reste "cosmatesker" Arbeiten finden sich in mehr als 200 Bauten in Rom, in Lazio und auch an anderen Orten. Besonders aufwendig gearbeitet sind die in Form von Ornamenten ausgeführten Marmor-Einlagearbeiten am * Ambo von S. Niccola da Foggia in Ravello (1272). Weitere bekannte Beispiele der Cosmatenkunst sind die Fußböden der römischen Kirchen von S. Clemente und von S. Giovanni in Laterano. Auch in der römischen Kirche S. Lorenzo fuori le Mura sind Böden, Wände und * Ambonen in Cosmatentechnik hergestellt. Die Arbeiten der Cosmaten haben häufig antike Vorbilder, d. h. sie sind im Stil der * Protorenaissance gestaltet, die durch das Papsttum gefördert wurde (Renovatio Romae). Ab dem 13. Jh. stellten die Cosmaten auch figürliche Mosaike her, was in späterer Zeit zu der falschen Annahme führte, sie hätten auch Bildhauerarbeiten ausgeführt. Für manche ihrer Einlegearbeiten verwendeten die Cosmaten Marmor von antiken Bauwerken.

D.F. GLASS, Studies on cosmatesque Pavements, Oxford 1980; P. C. CLAUSSEN, Magistri Doctissimi Romani. Die röm. Marmorkünstler d. MA, Wiesbaden, Stuttgart 1987.


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