Dachauer Malerschule , von dem deutschen Maler A. Hoelzel Mitte 19. Jh. in Dachau gegründete Malerschule, die sich regen Zuspruchs erfreute (sogar Skandinavier zählten zu den Schülern).
1897 schlossen sich A. Hoelzel, L. Dill und A. Langhammer in der Siedlung Neu-Dachau zur Künstlervereinigung "Neu Dachau" zusammen, der bald weitere Maler beitraten. Die Mitglieder der stark angewachsenen Künstlerkolonie wendeten sich bewusst vom "Kunstgeschehen" der Großstadt München ab und zogen das Landleben vor. Ihre Arbeiten geben vor allem die idyllische Umgebung der Stadt Dachau in Form von * Landschaftsbildern wieder. Die Dachauer Malerschule hatte Verbindungen zu Adolf Schleich und Eduard Schleich d. Ä., der von 1869-1873 eine Schule für Landschaftsmalerei in München leitete. Durch Ludwig Dill, der 1894-99 Präsident der * Münchner Sezession war, beeinflusste die Dachauer Malerschule die Kunstszene in München. Zum Künstlerkreis der Dachauer Malerschule zählte auch der Hoelzel-Schüler Emil Hansen, der später Nolde als Künstlernamen führte, nach seinem Geburtsort Nolde in Schleswig.
F. LANGHEINRICH, Hundert Jahre Dachauer Kunst, in: Das Bayerland 45, 1934; P. HARTMANN, Die Dachauer Maler und das Problem der ländlichen Künstlerkolonien in Dtl. um 1900, Diplom-Arbeit, Berlin 1960.
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