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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Dejanira , deutsche Schreibweise des griechischen Namens Deianeira. Dejanira war die Tochter des mythischen Königs Oineus von Kaledon und Gemahlin des Helden * Herakles, der, um sie zu gewinnen, zuvor seinen Nebenbuhler * Acheloos hatte besiegen müssen.

In der Bildenden Kunst ist Dejanira meist gemeinsam mit dem * Kentaur * Nessus dargestellt, der sie über einen Fluss hätte bringen sollen. Da Nessus der schönen Dejanira Gewalt antun wollte, schoss Herakles aus der Entfernung einen seiner vergifteten Pfeile auf ihn ab. Sterbend gab der Kentaur der von ihm begehrten Dejanira den Rat, etwas von seinem Blut aufzufangen, da es, wie er versicherte, einen unwiderstehlichen Liebeszauber ausübe. Als Dejanira auf die stolze Iole eifersüchtig war, benetzte sie das Festgewand ihres Gemahls mit dem vom Pfeilgift durchsetzten Blut. Das Gift drang durch die Haut in das Fleisch ein, so dass sich Herakles der unerträglichen Schmerzen wegen auf einem Scheiterhaufen verbrennen ließ (* Herakles' Tod).

H. KRAUSS, E. UTHEMANN, Was Bilder erzählen. Die klass. Gesch. aus Antike u. Christentum in d. abendländ. Malerei, München 1988.


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