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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Dirke , in der griechischen Mythologie eine Tochter des * Helios und Gemahlin des Königs Lykos von Theben.

Die von Zeus in Gestalt eines Satyrs geschwängerte thebanische Königstochter * Antiope floh aus Angst vor ihrem Vater in das Nachbarreich, von wo sie Lykos, ihr Bruder und späterer König, zurückholte. Wie es in der Sage heißt, wurde sie danach von ihrer Schwägerin Dirke schlechter behandelt als eine Sklavin. Als Amphion und Zethos, die Zwillingssöhne Antiopes, herangewachsen waren, nahmen sie Rache an Dirke. Sie banden die Königin an die Hörner eines Stiers, der sie zu Tode schleifte. Der Racheakt wurde in der Bildenden Kunst als Wandmalerei, Mosaik und freiplastische Gruppe immer wieder dargestellt.

Nach Plinius (Nat. hist. XXXVI, 34) hat der griechische Bildhauer Apollonios I. (von Tralles) zusammen mit seinem Bruder Tauriskos das Motiv im 1. Jh. v. Chr. in Form einer freiplastischen Gruppe aus einem einzigen Block gestaltet. Das zunächst auf Rhodos befindliche Werk wurde später von Asinius Pollio erworben. Die 1545 in den Caracalla-Thermen in Rom entdeckte und vorerst mit Apollonios in Verbindung gebrachte antike Marmorplastik gleichen Themas stellte sich als das Werk eines römischen Kopisten heraus, der der ursprünglichen Kreation an der Basis die Gestalt der Antiope und noch andere Figuren hinzugefügt hatte. Die aus spätrömischer Zeit stammende Kopie weist antike und spätere Ergänzungen auf. Die Plastik gelangte 1546 in den Palazzo Farnese in Rom und wird deshalb "Farnesischer Stier" genannt. Heute befindet sich das Werk im Museo Nazionale in Neapel. Bekannte Gruppen aus Bronze stammen von A. de Vries (Gotha, Schlossmuseum) und A. Susini (Villa Borghese, Rom). Im * Dresdener Grünen Gewölbe befindet sich eine aus Elfenbein geschnitzte verkleinerte Version der Gruppe, die von M. Barthel stammt.

H. KRAUSS, E. UTHEMANN, Was Bilder erzählen. Die klass. Gesch. aus Antike u. Christentum in d. abendländ. Malerei, München 1988.


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