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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Donauschule , Donaustil, Bezeichnung für eine Strömung der deutschen und österreichischen Malerei in der Zeit zwischen ca. 1490 und 1540. Der seit der Wende 19./20. Jh. übliche Name Donauschule soll von Theodor v. Frimmel und Hermann Voss stammen und weist auf das vor allem zwischen Regensburg und Wien gelegene Gebiet an der Donau hin, das den wandernden Künstlern eine Fülle von Motiven bot. Maler wie J. Breu d. Ä. wandten sich von der sonst üblichen * Ateliermalerei ab und versuchten zum Teil auf eigens dafür unternommenen Schiffsreisen die Landschaft möglichst naturgetreu wiederzugeben. Die Landschaft wurde in der Donauschule erstmals zum bestimmenden Hauptmotiv und war nicht wie bisher nur erfundene szenenfüllende * Staffage für meist religiöse Bildthemen; es entstand die * Landschaftsmalerei. Kennzeichnend für die Malweise der Donauschule ist die sorgfältige Auswahl des Lichteinfalls bei den oft märchenhaft romantisch wirkenden Stimmungsbildern. Die Werke der Donauschule stehen am Beginn der Neuzeit, in der die bis dahin überwiegend religiöse Thematik der Bildenden Kunst von anderen, profanen Themen abgelöst wurde, im Fall der Donauschule durch eine Hinwendung zu volksnahen Motiven. Zwar wurden noch weiterhin Marien- und Heiligenbilder hergestellt, doch die Künstler verwendeten mehr als bisher große Sorgfalt auf die meist stimmungsvoll wiedergegebene Landschaft. Zudem fehlt den dargestellten Heiligen die das Mittelalter kennzeichnende Strenge; sie sind oft romantisch verklärt. Der Hauptmeister der Donauschule ist Albrecht Altdorfer, der auch als Schöpfer der reinen Landschaftsmalerei gilt. Andere bekannte Vertreter der Donauschule, die auch auf die Plastik übergriff, waren L. Cranach, N. Forster, R. Frueauf d. J., W. Huber und Niclas Preu (Breu), ein jüngerer Bruder von Jörg Preu. Die Maler Altdorfer, Huber, Frueauf und N. Preu schufen bedeutende Altarbilder. Alle vier Meister waren zeitweilig in Wien und der näheren Umgebung der Stadt tätig. Altdorfer führte die Ideen der Donauschule in Regensburg ein, N. Preu in Niederösterreich und Salzburg, Frueauf und Huber vermittelten sie nach Passau. Mit der Donauschule in Verbindung gebracht werden auch A. Hirschvogel, der * Holzschnitte im Stil der Donauschule herstellte, sowie der Bildhauer H. Leinberger.

L. v. BALDASS, Die Bildnisse des Donaustils, in: Städel-Jahrb., Bd. II, 1922; F. DWORSCHAK, E. HEINZLE, F. WINZINGER u. a., Ausstellungskat. Die Kunst der D. 1490-1540, Stift St. Florian, Schloßmuseum Linz 1965; A. STANGE, Malerei der D., München 1971; H. SCHINDLER, Albrecht Altdorfer u. die Anfänge des Donaustils, in: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrb. f. Gesch., Kunst u. Volkskunde 23, 1981.


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