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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Dorische Säulenordnung , eine der drei von * Vitruv genannten Formen- und Proportionsschemen von Säulen (neben * ionischer und * korinthischer Säulenordnung).

Der dorische Stil entstand im griechischen Mutterland im 7. Jh. v. Chr. und währte bis gegen Ende des 5. Jh. v. Chr. Dorische Säulen weisen keinen speziell ausgebildeten Basisteil auf. Sie wirken gedrungen und verjüngen sich nach der * Entase stark nach oben. In der Regel sind zwanzig flache, mit scharfen Graten versehene * Kanneluren ausgebildet. Der obere Abschluss des Säulenschaftes, der so genannte * Echinus, besteht aus einem wulstförmigen * Kapitell, auf dem die quadratische Deckplatte, der * Abakus, aufliegt. Vgl. * Säulenordnung.

A. WOITSCHITZKY, Zur Urform des dor. Kapitells, in: Österr. Jahresh. (Jahresh. d. Österr. Archäolog. Instituts) 40, 1953; E. FORSSMAN, Dorisch, Ionisch, Korinthisch, Stockholm, Göteborg, Uppsala 1967; B. WESENBERG, Kapitelle u. Basen. Beobachtungen zur Entstehung der griech. Säulenformen, Düsseldorf 1971 (Bonner Jahrb., Beih. 32).


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