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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Drall

1) Verdrehung eines länglichen Körpers in sich sowie die Drehbewegung um eine körpereigene Achse.

2) Bezeichnung für das Innere eines so genannten gezogenen Laufes bei Feuerwaffen, die für den Kugelschuss bestimmt sind. Das Laufinnere weist schraubenförmig gewundene Vertiefungen (Züge) und zwischen diesen befindliche Erhöhungen (Felder) auf. Durch den Drall, der rechtsdrehend oder linksdrehend sein kann, wird dem Geschoss eine Drehung um seine Längsachse verliehen, die ein Überschlagen desselben während des Fluges verhindert und eine größere Treffsicherheit ermöglicht. Der Erfinder des Drall soll Augustin Kutter geheißen haben und 1630 gestorben sein. (Gerade Züge waren schon im 16. Jh. gebräuchlich. Sie dienten als Schmutzrinnen und bewirkten auch eine bessere Anpassung des die Bleikugel umgebenden textilen "Pflasters" an den Lauf, dadurch eine bessere Gasabdichtung und höhere Schussweiten.)


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