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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Dreifaltigkeit , Dreieinigkeit, Trinität (lateinisch trinitas), vgl. russisch * Troiza.

In der christlichen Lehre Bezeichnung für die Dreiheit der Personen * Gottvater, den Gottessohn * Jesus Christus und den * Heiligen Geist in dem einen Wesen Gottes.

Die Dreifaltigkeit wird damit erklärt, dass sich Gott im Verlauf der Heilsgeschichte auf dreifache Weise geoffenbart hat. Die dogmatische Festlegung und Bestätigung der Trinitätslehre erfolgte bei den Konzilen von Nizäa (325) und Konstantinopel (381). In der Bildenden Kunst wurde die Dreifaltigkeit seit dem 10. Jh. zunächst durch drei nebeneinander sitzende Personen wiedergegeben, seit dem 13. Jh. häufig als Einzelgestalt mit drei Gesichtern oder Köpfen. Auch manche Textstellen des AT wurden auf die Dreifaltigkeit bezogen, z. B. die drei geheimnisvollen Fremden bei * Abraham (* Sodom und Gomorrha) und in der Bildenden Kunst dementsprechend interpretiert. Seit dem 16. Jh. wurden Gottvater und Jesus zumeist als Personen, der Heilige Geist aber als über ihnen schwebende Taube dargestellt. Das häufigste Symbol der Trinität ist das als gleichseitiges Dreieck ausgebildete * Auge Gottes.

Andere Symbole für die Dreifaltigkeit sind drei einander überschneidende Ringe, der so genannte * Dreifaltigkeitsring und der kleeblattähnliche * Dreipass. Der Hl. Patricius soll den Heiden die Dreifaltigkeit mit Hilfe eines Kleeblattes erklärt haben. Bisweilen wurde die Dreizahl früher auch in Form von drei einander berührenden Männern, Tieren (Hasen oder Fischen) bzw. Dingen (Schlüssel) dargestellt.

W. GANZENMÜLLER, Das Buch der Hl. D., in: Archiv f. Kulturgesch. 29, 1939; H. HACKEL, Die Trinität in der Kunst, Berlin 1948; W. BRAUNFELS, Die hl. D., Düsseldorf 1954; J. ENGEMANN, Zu den D.darstellungen der frühchristl. Kunst. Gab es im 4. Jh. anthropomorphe Trinitätsbilder?, in: Jahrb. für Antike und Christentum 19, 1976.


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