Drolerie , von französisch drôle, "drollig", "possierlich",
Bezeichnung für humorvolle, manchmal groteske Darstellungen von Menschen, Tieren oder * Fabelwesen. Noch nicht ins Groteske gehende Frühformen gibt es bereits in der * karolingischen Kunst, und hier besonders bei Buchmalereien der * Ada-Gruppe. Viele der als Drolerie ausgeführte Figuren sind seltsam verschlungen und verrenkt wiedergegeben. Häufig zu finden sind Drolerien in der Gotik, vor allem in der Bauplastik bei Konsolen, * Schlusssteinen und * Wasserspeiern sowie in der Malerei und bei Schnitzarbeiten, etwa bei * Chorgestühlen die Darstellungen auf den * Miserikordien. Manchmal weisen Drolerien auch satirische Elemente auf, z. B. Spottbilder von Pantoffelhelden, Klerikern usw. Solche Darstellungen fanden nicht immer ungeteilte Zustimmung, u. a. sprach sich der Hl. Bernhard von Clairveaux gegen die, wie er es ausdrückte, " ridicula monstrositas" aus.
U. CONRADS, Die D. in der franz. Bauplastik, Diss. Marburg 1950; H. JUNG, Närrische Volkskunst. D. u. Narrheiten an niederrhein. Chorgestühlen, München 1970.
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