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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Eat-Art , englisch, "Ess-Kunst",
Bezeichnung für die von dem in Rumänien geborenen Mitbegründer des * Nouveau Réalisme Daniel Spoerri Ende der 1960er Jahre oft als * Happening praktizierte Kunst des essbaren Objekts aus Zuckerguss, Marzipan, Salz- oder Lebkuchenteig. Dabei soll auf physische und psychische Sinneszusammenhänge hingewiesen werden.
Ausschlaggebend war die neodadaistische Zielsetzung, Kunst und Leben zu verbinden bzw. gleichzusetzen. Zu diesem Zweck eröffnete Spoerri 1968 in Düsseldorf sogar ein eigenes Eat-Art-Restaurant, in dem Kunstwerke bewusst für den Verzehr geschaffen wurden. Bisweilen hielt Spoerri gedeckte Tafeln in Form von * Fallenbildern fest. (Kunstvolle Tafeldekorationen, wie sie in der Renaissance und vor allem im Barock üblich waren, bestanden oft aus Wachs und wurden * Schauessen genannt.)
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