Ebo-Codex , eines der Hauptwerke der * Reimser Schule, heute in der Bibliothèque Municipale (Stadtbibliothek) von Epernay. Der 178 Blatt umfassende * Codex im Format 26 x 20,8 cm ist vor 823 unter Abt Petrus im Kloster Hautvillers entstanden.
Das für Erzbischof Ebo von Reims (816-835), einen Jugendgefährten König Ludwigs d. Frommen (König 814-840), bestimmte * Evangeliar scheint niemals den Bischof erreicht zu haben, da es sich noch im 18. Jh. im Besitz des Klosters Hautvillers befand. Nach der Französischen Revolution gelangte der Ebo-Codex nach Epernay. Die Bewegtheit der vier im Codex dargestellten * Evangelisten wird stilistisch mit Bebilderungen des * Utrecht-Psalters verglichen. Beide Handschriften gelten als Hauptwerke der Reimser Schule. Reims war nach dem Tod Karls d. Gr. im Jahre 814 für zwei Jahrzehnte das Zentrum der karolingischen * Miniaturmalerei.
G. SWARZENSKI, Die karoling. Malerei und Plastik in Reims, in: Jahrb. der Königl. Preußischen Kunstsammlungen, Jahrg. XXIII-1903, S. 81 ff.; F. MÜTHERICH, J. E. GAEHDE, Karoling. Buchmalerei, München 1979.
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