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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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École de Paris , franz., "Schule von Paris",

1) Zum Unterschied von den anderen als "Schulen" bezeichneten Zentren bestimmter Ideen und Stile ist die École de Paris kein fixer Stilbegriff, sondern repräsentiert die Gesamtheit der in Paris konzentrierten Kunstszene des ausgehenden 19. Jh. und der ersten Hälfte 20. Jh. Sie wurde ganz wesentlich geprägt von nichtfranzösischen Künstlern, wie etwa Marc Chagall, Giorgio de Chirico, Kees van Dongen, Max Ernst, Joan Miró, Pablo Picasso. Bisweilen wird die École de Paris in mehrere Abschnitte gegliedert.
1. Die Zeit vor 1900, mit dem Vorherrschen von * Impressionismus und * Art Nouveau.
2. Die Periode von 1901-1914, in der * Fauvismus, * Kubismus und der beginnende * Expressionismus in Paris dominierten.
3. Nach dem Ersten Weltkrieg die vom * Expressionismus bestimmten Jahre (1918-1924).
4. Die Periode von 1925-1939, in der der * Surrealismus den Expressionismus ablöste.
5. Die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, die ganz im Zeichen der * abstrakten Kunst standen.

2) Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegründete und bis etwa 1960 bestehende Gruppe lose miteinander verbundener Pariser Maler, die sich vor allem der abstrakten Malerei widmeten. Zu der von R. Bissière beeinflussten Gruppe gezählt werden J. Bazaine, A. Manessier, J. Le Moal und G. Singier. Mehr eigenständig tätig waren H. Hartung, S. Poliakoff, N. de Stael, M. E. Vieira da Silva, R. R. Ubac und die vor allem dem * Tachismus zugeordneten Maler Wols (eigentlich Wolfgang Schulze) und G. Mathieu.

3) Name von Pariser Ausstellungen moderner Kunst. Große Beachtung fand z. B. die École de Paris 1957 in der Galerie Charpentier, an der 150 Künstler vertreten waren, u. a. H. Hartung, R. Bissière, E. Pignon, G. Singier und P. Soulages in der Ehrenhalle und in den übrigen Sälen J. Carzou, Chapelain-Midy u. a.

Lit. 1): J. CASSOU, Dessins des peintres et sculpteurs de l'É., Paris 1958; R. NACENTA, É., Paris 1960.


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