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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Elfenbein-Narwalzahn , Zahnmaterial des ohne Spitzzahn 3,5 bis 5 m langen Narwals (Monodon monoceros L.) oder See-Einhorns.

Der Narwal zählt zu den geschützten Tierarten. Er lebt in arktischen Meeren und Flussmündungen zwischen dem 70. und 80. Grad nördlicher Breite. Bei männlichen Tieren wächst als Fortsetzung der Schnauze einer der beiden äußeren Schneidezähne, meist der linke, geradeaus vor, während der andere in der Regel verkümmert. Zwillingsausbildungen der Zähne sind selten. Der Narwalzahn erreicht für gewöhnlich eine Länge von 150 bis 270 cm, bei einem Basisdurchmesser von 5-10 cm. Er läuft schraubenförmig gedreht mit Linksdrall nach vorn spitz zu und weist viele dünne bräunliche oder graue Riefen auf. In alten Schriften wird er als * isabellfarben beschrieben. Innen ist das Zahnbein nur leicht gelblich. Die * Härte des Narwalzahns beträgt annähernd 3. Anstelle einer Maserung sind bei Schnitzarbeiten bisweilen, der äußeren Drehung des Zahnes entsprechend, feine Risse und leicht bräunliche Verfärbungen oder konzentrisch verlaufende Konturlinien zu sehen.

Kleine figürliche Schnitzarbeiten aus Narwalzahn stammen im Allgemeinen aus Grönland. In Mitteleuropa wurde der Spitzzahn des Narwals als das Horn des * Einhorns angesehen und wegen seiner vermeintlichen Fähigkeit, Gift anzuzeigen oder zu neutralisieren, hoch geschätzt. Aus Narwalzahn geschnitzte Löffel und aus Zahnsegmenten gefertigte Becher waren beliebte Geschenke für regierende Herrscher. Pulverisierter Narwalzahn wurde Alicorn genannt, von Apothekern gehandelt und soll bisweilen mit Gold aufgewogen worden sein (* Einhorn).


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