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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Elisabethanischer Stil , Elisabethstil, Queen Elisabeth Style, nach Elisabeth I. (Königin 1558-1603) benannte, von etwa 1530-1600 in England vorherrschende spezielle Form des so genannten * Tudorstils.

Elisabeth war eine Tochter Heinrichs VIII. (1491-1547). Nachdem dieser Anna Boleyn (seine 2. Frau) 1536 hatte enthaupten lassen (um Jane Seymour ehelichen zu können), erklärte Heinrich VIII. seine mit der Hingerichteten gezeugte Tochter Elisabeth für illegitim. Dessenungeachtet wurde Elisabeth 1544 aber durch Parlamentsbeschluss zur Tronfolgerin erklärt und trat 1558 die Regierung an.

Heinrich VIII. hatte sich 1531 von Rom getrennt und die englische Staatskirche (anglikanische Kirche) gegründet. Die Einziehung des Kirchenbesitzes (1536-1539) diente zum Teil der Finanzierung repräsentativer Wohnsitze für den Hofadel. Die neu erbauten Adelspaläste sind meist viel wohnlicher als frühere Bauten und haben oft einen Grundriss in der Form eines "E" oder eines "H". Zum Unterschied von den früher üblichen * Fachwerkbauten gab man dem * Backsteinbau den Vorzug.

Die repräsentative Halle wurde vom Erdgeschoss in den ersten Stock verlegt. Die größere Anzahl der nun fast immer mit Kaminen ausgestatteten Gemächer gab der Privatsphäre mehr Raum. Die * Paneele der Wände wurden oft künstlerisch gestaltet und die Zimmerdecken mit schönen * Stuckarbeiten verziert. Großen Wert legte man auch auf die Ausstattung und die Zweckmäßigkeit der Möbel. Es entstanden die ersten Kästen, indem man auf einen Unterbau mit gedrechselten Beinen einen Aufsatz in Form einer Truhe stellte. Anstatt des bisher üblichen Truhendeckels lässt sich, des bequemeren Zuganges wegen, die Vorderfront öffnen. Es gibt auch Ausführungen in der Art zweier übereinandergestellter truhenförmiger Aufsätze. Die gedrechselten Tischbeine hatten seit etwa 1580 in der Mitte baluster- bzw. vasenförmige Verdickungen. Die Betten wurden als Schutz gegen das von der Zimmerdecke fallende Ungeziefer und um die Wärme nicht ungehindert entweichen zu lassen, mit einem "Himmel" aus Holz überdacht. Dafür dienten auch die an den Seiten des Bettes angebrachten Vorhänge. Der Himmel ist am Kopfende mit dem Bett für gewöhnlich mit einer Holzwand verbunden; am Fußende wird er von zwei gedrechselten und zum Teil beschnitzten Säulen getragen. Das bevorzugte Material für die wuchtigen Möbel war Eiche. Der Elisabethanische Stil enthält Elemente sowohl der englischen Spätgotik als auch kontinentaler Renaissancekunst. Abgelöst wurde er vom * Jacobean Style.

E. MERCER, English Art 1553-1625, Oxford 1962; M. GIROUARD, R. Smythson and the Architecture of Elizabeth Era, London 1966.


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