Aktionskunst , Bezeichnung für ein Kunstobjekt und die bei seiner Herstellung erfolgten situationsgebundenen Aktionen.
Die Aktionskunst wird oft als therapeutischer Prozess der Selbstfindung eines Künstlers interpretiert. In den 50er Jahren des 20. Jh. wurde * Action-Painting in Amerika häufig mit dem künstlerischen * Happening kombiniert, das zusammen mit dem gemalten Bild das Resultat der gelebten Aktion darstellt.
Bisweilen ist bei der Aktionskunst die Grenze zwischen Künstler und dem teilnehmenden Publikum nicht klar zu definieren. Zum Unterschied vom Happening und * Environment ist bei der * Performance-Kunst das Publikum nicht beteiligt. Erste Ansätze der Aktionskunst gab es im Rahmen des * Dadaismus und bei Aktionen von Künstlern, die dem * Surrealismus zugeordnet werden.
A. HENRY, Total Art: Environments, Happenings and Performance, Washington, D. C. 1974; J. SCHILLING, A., Diss. Luzern, Frankfurt/M. 1978; J. MORSCHEL (Hg.), Kunst seit 1960, Teil II: Plastik, Objekte, Aktionen, München 1980; J. L. SCHRÖDER, Identität. Überschreitung/Verwandlung, Happenings, Aktionen u. Performances von bild. Künstlern, München 1990.
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