Alabaster , Gipsstein, feinkörnige Gipsvarietät, die in reinem Zustand weiß, sonst grau bis rötlich getönt und mitunter geädert ist.
In dünner Form ist Alabaster leicht durchscheinend. Diesen Umstand nutzte man und verwendete dünn geschliffene Alabasterplatten in frühchristlichen Kirchen als * Fensterfüllung, anstatt Glas. Durch seine geringe * Härte (1,5-2 auf der Mohs'schen Härteskala) zählte Alabaster schon im Altertum zu den bevorzugten Materialien der Bildhauer.
Im Barock, besonders aber im Rokoko trachteten die Damen sich mit Hüten und * Sonnenschirmen davor zu schützen, dass ihre Haut eine Brauntönung erhielt wie die der arbeitenden Frauen der niederen Stände. Man sprach in dem Zusammenhang von "alabasterweißer" Haut. Vgl. * Alabasterfassung.
Illustrated Catalogue of the exhibition of english medieval alabaster works, Burlington House, London 1913; G. SWARZENSKI, Dt. A.plastik des 15. Jh., Städel-Jahrb. 1921, 167 ff.; N. JOPEK, Studien zur A.plastik des 15. Jh., Diss. München 1984.
|