Environment , englisch, environnement, französisch, "Umwelt",
Seit den späten 1950er Jahren Bezeichnung für die Einbeziehung und Ausgestaltung der unmittelbaren Umgebung eines Kunstobjektes zur Erhöhung des Gesamteindrucks. Man spricht in dem Zusammenhang von "begehbarer Raumgestaltung", "räumlicher Erlebenseinheit" und "Ambientekunst". Als Erweiterung des Kunstwerks tritt ein szenisches Element hinzu. Vorformen des Environment gab es schon 1920 bei der Ersten Internat. Dada-Messe in Berlin und 1938 bei der Internationalen Surrealisten-Ausstellung in Paris. Entstehungsgeschichtlich ist die Environment-Kunst auch eng mit dem künstlerischen * Happening verbunden. Als künstlerische Mittel dienen u. a. * Assemblage, * Objektkunst und räumliche Bildinstallationen. Vor allem * Neodadaistische Werke wurden häufig als Environment gestaltet. U. a. bedienten sich die Künstler Joseph Beuys, Alan Kaprow, Edward Kienholz, Claes Oldenburg und Robert Rauschenberg des Environment. Auch Christo wird manchmal zu den "Environmental sculptors" gezählt.
A. KAPROW, Assemblage, E. & Happenings, New York 1966; U. KULTERMANN, The Sculpture: E. and Assemblages, London 1970; Die große Surrealismusschau, in: DuMont's Chronik der Kunst im 20. Jh. Stile, Akteure u. Meisterwerke der Moderne, Köln 1990.
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