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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Eos , griechische Göttin der Morgenröte, Schwester des Sonnengottes * Helios, Tochter der * Titanen * Hyperion und der schönen Theia.

Als Geschwister der Eos werden auch noch * Selene und * Hekate genannt. Die Söhne von Eos und ihrem Gemahl Astaios (aus dem Geschlecht der Titanen) sind die vier Winde. Eos entspricht der römischen Göttin * Aurora. Allmorgendlich taucht sie auf der Fahrt zum Olymp mit ihrem von den Pferden Lampos und * Phaëton gezogenen Wagen im Osten aus dem * Okeanos auf und kündigt mit rosafarbener * Aura ihren Bruder Helios an. * Ares, der Geliebte * Aphrodites, betrog diese mit Eos, wofür Aphrodite sich an der Nebenbuhlerin rächte, indem sie ihr eine unstillbare Begierde nach jungen Sterblichen einpflanzte. Die Mythologie berichtet u. a., dass die Göttin der Morgenröte in den schönen Jäger Kephalos (Cephalus) verliebt war. Da dieser aber mit seiner Frau * Prokris ein glückliches Leben führte, wies er Eos ab, die darauf in Schwermut verfiel und ihre Pflichten vernachlässigte. Von einem Pfeil des Liebesgottes * Amor getroffen, erwiderte Kephalos schließlich die Liebe der Göttin. Um beim Abschied seine Gewissensbisse zu zerstreuen und Kephalos die Gewissheit zu geben, dass auch seine Frau ihn bei sich bietender Gelegenheit betrügen würde, veränderte Eos sein Äußeres, und Kephalos warb in fremder Gestalt um seine Angetraute. Als diese schließlich zur Liebe bereit war, gab sich Kephalos zu erkennen. Empört über die List, verließ Prokris ihren Gemahl und trat in den Dienst der jungfräulichen Göttin * Artemis.

Nachdem sie sich wieder beruhigt und Sehnsucht nach ihrem Mann hatte, überließ ihr die Jagdgöttin zum Abschied den Hund Lailaps und einen unfehlbar treffenden Jagdspeer. Nach der Versöhnung gab Prokris beide Geschenke an Kephalos weiter. Dieser ging wie früher täglich zur Jagd und rief, wenn er erhitzt war, manchmal nach der * Aura, dem erfrischenden Wind. Eifersüchtig geworden, argwöhnte Prokris, ihr Mann rufe seine Geliebte. Um sich Gewissheit zu verschaffen, versteckte sie sich im Unterholz. Kephalos, der im Gebüsch ein Wild ausgemacht zu haben meinte, tötete seine Frau mit dem unfehlbar treffenden Speer. Ein anderer von Eos geliebter Sterblicher war * Ganymed. Dieser hatte aber auch das Gefallen des Götterkönigs * Zeus erregt und war von diesem in den * Olymp entführt worden. Nun erbat sich Eos für * Tithonos, ihren neuen Geliebten, ewiges Leben. Da sie aber vergessen hatte, Zeus auch um ewige Jugend für ihn zu bitten, soll sie den später altersschwach und misslaunig gewordenen Greis in eine Zikade verwandelt haben.

H. KRAUSS, E. UTHEMAN, Was Bilder erzählen. Die klass. Gesch. aus Antike u. Christentum in d. abendländ. Malerei, München 1988; R. v. RANKE-GRAVES, Griech. Mythologie, Reinbek b. Hamburg 1989.


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