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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Epitaph , das, griechisch epitaphion, lateinisch epitaphium, "zum Grab gehörig", von griechisch taphos, "Grab",

1) ursprünglich Bezeichnung für die Grabinschrift. Seit dem 16. Jh. werden getrennt vom Bestattungsort aufgestellte, im Allgemeinen aus Stein oder Bronze bestehende Tafeln mit einer an den Verstorbenen erinnernden Inschrift Epitaph genannt. Meist ergänzen Todessymbole, etwa Totenschädel oder gekreuzte Knochen, den Schriftteil. Epitaphen sind gewöhnlich an Kirchenwänden angebracht, häufig auch an Pfeilern. Bisweilen werden Epitaphen von einem vollplastisch ausgeführten Figurenschmuck (in Form von Engeln oder einer trauernden Frau mit Kindern) flankiert. Im Barock waren auch spezielle Epitaphaltäre üblich, d. h. ein Epitaph diente als Altaraufsatz. Die * Totenschilde übten im Mittelalter und in der Renaissance eine gewisse Epitaphfunktion aus.

2) Bestickte Leinentücher mit einer Darstellung des toten * Heilands. Solche Christusbilder werden in der Ostkirche am Karfreitag aufgehängt.

E. REDSLOB, Die fränkischen Epitaphien im 14. und 15. Jh., in: MGNM 1907, S. 30-37 und 53-76; H. HOFMANN, E. u. Totenschild der Renaissance- u. Barockzeit, Diss. Jena 1922; M. LUTZE, Das plastische Bilde. in Dtl., Diss. Leipzig 1931; J. v. MARZANI, Die Entwicklung des E. mit bes. Berücksichtigung von Tirol, Diss. Innsbruck 1936; P. APPELIUS, Die plast. Andachtsepitaphien in Nürnberg von ihren Anf. bis zur M. 15. Jh., Diss. Erlangen 1951; A. WECKWERTH, Der Ursprung des Bild-E., Diss. Göttingen 1952; P. SCHOENEN, E., in: Reallexikon zur dt. Kunstgesch. 5, 1967, Sp. 872-921; D. A. THAUER, Der E.altar, München 1986; S. BÄUMLER, Der Mensch in seiner Frömmigkeit. E. - Wandgrabmal - Stifterbild, in: Reichsstädte in Franken, Aufsatzband 2, München 1987, S. 231-243; Th. KLIEMANN, Plastische Andachtsepitaphien in Nürnberg 1450-1520, mit Kat., in: MVGN 76, 1989, S. 175-239.


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