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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann
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Facettenschliff , Bezeichnung einer seit dem 15. Jh. bekannten Schliffart, bei der durch Abschleifen bereits bestehender Kanten oder Ecken von edlen Steinen immer neue plane Flächen, so genannte * Facetten, entstehen. Vorher wurden Steine naturbelassen gefasst oder * mugelig geschliffen. Ab dem 16. Jh. fand der Facettenschliff vereinzelt bereits bei Glas Verwendung, abgeleitet von Bergkristallarbeiten (* Glasschliff). Populär wurde der Facettenschliff bei Glas aber erst im 17. Jh., nach der Erfindung des * Bleiglases. Angewendet wurde der Facettenschliff im 17. Jh. auch bei Metall, besonders bei Degengefäßen, im 18. Jh. auch bei Knöpfen, Schnallen und * Stahlschmuck.
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