Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Fachwerk , beim Hausbau angewandte alte Skelettbautechnik.

Die Basis des Fachwerk-Hauses bildet die so genannte "Schwelle". In ihr ist das aus Holzpfosten bestehende tragende "Stabwerk" eingezapft. Diese Ständer werden durch waagrechte Pfosten ("Riegel" oder "Rähm" genannt) fest verbunden und mit schrägen Streben versteift. Der so genannte "Rahmen" schließt das Fachwerk nach oben ab. Die Hohlräume zwischen dem rahmenden Holzgerüst füllte man mit diversem Material aus (Steine, Ziegeltrümmer, Lehm etc.). Die so entstandenen Wände wurden schließlich verputzt, wobei meist ein Flechtwerk aus Weidenruten und Stroh als Putzträger diente. Das Holzgerüst, d. h. das Fachwerk, blieb unverputzt. Die ältesten erhaltenen Fachwerkbauten stammen aus dem 13./14. Jh. In Esslingen befinden sich beispielsweise gleich fünf nebeneinander stehende Fachwerkhäuser von 1327/28. Die meisten erhaltenen originalen Fachwerkbauten sind in Mittel- und Norddeutschland, England, in den Niederlanden und im Norden Frankreichs zu finden und stammen meist aus dem 16./17. Jh. Im vorigen Jh. wurden im Zuge von Fassadenrestaurierungen (Trockenlegung, Wärmedämmung etc.) bei vielen Fachwerkbauten die Holzteile verkleidet. Wo die Möglichkeit besteht, versucht man heute vielfach, zumindest optisch den Originalzustand wiederherzustellen. Vorstufen zur Technik des Fachwerks waren schon in der so genannte Vorpalastzeit in Kreta (* Kretische Kunst) und bei den Germanen bekannt. Wieder angewendet wird eine dem alten Fachwerk ähnliche Technik heute bei der modernen Skelettbauweise, bei der Stahl und Stahlbeton das Skelett bilden, in das dann vorgefertigte Bauelemente eingesetzt werden. Vgl. * Curtain Wall.

W. FIEDLER, Das F.haus in Dtl., Frankr. u. England, Berlin 1902; H. PHLEPS, Dt. F.bauten, Königstein/Taunus 1953; R. WEINHOLD, Das schöne F.haus S-Thüringens, Leipzig 1956; G. REICHERT, Stil u. Stilgesch. Nordharzer F.bauten, Osterwieck 1970; W. SAGE, Dt. F.bauten, Königstein/Taunus 1976; K. BINDING u. a., Kleine Kunstgesch. des dt. F.baues, Darmstadt 1977; H. WALBE, Das hess.-fränk. F., Gießen 1979; J. CRAMER, Methoden zur Untersuchung verputzter F.häuser, in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 8, 1979; M. GERNER, F. Entwicklung, Gefüge, Instandsetzung, Stuttgart 1979; K. KLÖCKNER, Alte F.bauten: Gesch. einer Skelettbauweise, München 1981; K. KLÖCKNER, Der F.bau in Hessen, München 1982; G. U. GROSSMANN, Der spätmittelalterl. F.bau in Hessen, Königstein/Taunus 1983; A. KONOVALOFF, Ornament am F. - Eine Untersuchung der Gestaltung von Bürgerhäusern in Hannoversch-Münden, Diss. München 1984; G. U. GROSSMANN, Der F.bau: das hist. F.haus, seine Entstehung, Farbgebung, Nutzung u. Restaurierung, Köln 1986.


<< Facettieren Fackel >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

KOLIG, Anton... >

Marzena Slus... >



Aktuelle Objekte:

"Wrapped Kun... >

Sven Boltens... >