Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »

Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Nutzen Sie die Funktion der VOLLTEXTSUCHE, indem Sie Worte oder Wortteile in das Suchfeld eingeben. Das Kunstlexikon beschreibt ca. 10.000 Begriffe, hat 5,5 Mio Zeichen ( Druckausgabe: 1663 Seiten). Die Begriffe verweisen insgesamt auf ca. 35.000 Quellen.  
 Volltextsuche: nur in der Begriffsliste suchen

Fassmaler , ein alter Ausdruck für Fassmaler ist "Staffiermaler".

Im 18. Jh. war auch im deutschen Raum die französische bezeichnung "Peintre-doreur" üblich. Bezeichnung für einen Handwerker, der die Fassung, d. h. die Bemalung und * Vergoldung von Holzplastiken vornahm und den Schnitzarbeiten damit erst ihr endgültiges Aussehen verlieh. Im Mittelalter war es allgemein üblich, Bildwerke zu fassen, wobei z. B. die Wahl der Farben für die Kleidung der Heiligenstatuen nach alter Überlieferung erfolgte. Bis zum Beginn der Spätgotik wurden die Skulpturen von den Bildhauern meist selbst gefasst (* Fassung). Später, bis einschließlich des Rokoko, waren spezielle Ffassmaler tätig. Danach übernahmen wieder die Bildhauer das Fassen. Aus alten Rechnungen ist zu ersehen, dass die Fassmaler höhere Beträge erhielten als die Bildhauer, woraus bisweilen geschlossen wurde, dass die Fassmaler mehr geachtet waren als jene. Der Grund dafür dürfte allerdings hauptsächlich auf das von den Fassmalern zugekaufte kostspielige Material zurückzuführen gewesen sein. Die teuren * Pigmente sowie * Blattgold und * Pudergold mussten im Preis einkalkuliert werden. Ein bekannter F. war Gabriel Mäleskircher, der u. a. für Erasmus * Grasser arbeitete. Manchmal wurden auch namhafte Künstler als Fassmaler verpflichtet, wie die Maler Jan van Eyck (1390-1441) und Hans Baldung, genannt Grien (1484/85-1545).
Ungefaßte Arbeiten, meist Schnitzwerke aus * Buchsbaumholz, wurden erst seit der Renaissance üblich. Die ersten ungefaßten Skulpturen sollen von Tilman Riemenschneider (um 1460-1531) hergestellt worden sein.

J. REICHARDT, Colour in Sculpture, in: Quadrum 18, 1965; J. TAUBERT, Farbige Skulpturen. Bedeutung, Fassung, Restaurierung, München 1979; U. SCHIESSL, Techniken der Faßmalerei in Barock und Rokoko, ... daß alles von Bronce gemacht zu sein scheine, Worms 1983; M. KOLLER, Probleme und Methoden der Retusche polychromer Skulptur, in: Maltechnik 1, München 1985.


<< Fasserweißgold Fasson >>


Vertiefen Sie Ihr Wissen über Kunst!
Testen Sie unseren Gratisservice Kunstbegriff des Tages. Auf Wunsch erhalten Sie täglich oder wöchentlich per E-Mail einen Begriff aus dem Kunstlexikon geschickt.
Mehr Informationen »

Das Kunstlexikon für das iPhone!
Sie können das Kunstlexikon auch in einer für das iPhone optimierten Version ansehen. Klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link.
Jetzt öffnen »

Schmuckwissen>>


Aktuelle Objekte:

Jarek Puczel >

Litho sig. R... >



Aktuelle Objekte:

Günstiger Pe... >

KOLIG, Anton... >