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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Fassung , von "fassen" abgeleiteter Terminus, mit der Bedeutung festhalten,

1) in der Goldschmiedekunst Bezeichnung für die von Goldschmieden im Allgemeinen aus Edelmetall gefertigte Halterung von edlen Steinen, * Kameen und dgl. Vgl. * Ajourarbeit, * Angeriebene Fassung, * Angeschlagene Fassung, * Chaton, * Drahtfassung, * Englisch verwischte Fassung, * Entouragefassung, * Kastenfassung, * Krappenfassung., * Spiegelfassung., * Zargenfassung.

2) Auch Bezeichnung für die * Montierung, z. B. von Gefäßen aus * Schmucksteinen oder Elfenbein. Sie ist meist aus vergoldetem Silber gefertigt und besteht häufig aus Deckel, Lippenrand (Trinkrand), Fußrand oder Standplatte, Handgriff und bei Elfenbeinhumpen gewöhnlich auch aus einem Einsatz (Innengefäß). Aus Elfenbein geschnitzt ist bei * Humpen für gewöhnlich nur der zylindrische * Mantel (* Hohlung) und manchmal die * Bekrönung des Deckels, bisweilen auch der Deckel selbst.

3) Vom Mittelalter bis zum Ende 15. Jh. wurden vor allem Skulpturen, aber auch andere aus Holz geschnitzte Objekte, wie * Altäre, * Orgelprospekte, * Kanzeln usw., mit einer Fassung versehen, worunter die Aufbringung des so genannten Fassergrundes und die anschließende Bemalung oder Vergoldung verstanden wird. Der aus einer Schlämmkreide-Leim-Mischung bestehende Grund wird mehrmals aufgetragen und geschliffen. Vor der Grundierung aufgeklebte Leinwandstücke sichern etwaige Holzanstückungen, z. B. angesetzte Arme, darüber hinaus wird durch das feine Gewebe eine glattere Oberfläche erzielt. Vor der Vergoldung mit * Blattgold erfolgt das Auftragen eines * Bolusgrundes. Die Bezeichnung "polychrome Fassung" weist auf eine mehrfarbige Bemalung hin (* Fassmaler).

4) Bisweilen auch Bezeichnung für die Bemalung von Gebäuden.

5) Eine vom Künstler selbst vorgenommene Wiederholung eines Werkes, wobei aber Abänderungen vorgenommen wurden; man spricht von einer zweiten oder dritten Fassung. Eine völlig gleiche Wiederholung durch den Künstler oder seine Werkstatt wird als * Replik bezeichnet. Nicht vom Künstler stammende Nachahmungen heißen * Kopien. 1979.

Lit. 1): L. RÖSSLER, Schmuck Lex., Wien 1982. Lit. 3): A. HÜNEKE, H. APEL, Zur Farbe in der Plastik, in: Plastik Kolloquium 77, Magdeburg 1978. Lit. 4): J. MICHLER, Über die Farbfassung hochgot. Sakralräume, in: Wallraf-Richartz-Jahrb. 39, Köln 1977; U. SCHIESSL, Rokokofassung u. Materialillusion, in: Polychromie sakraler Bauwerke im süddt. Raum, Mittenwald


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