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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Fatimidischer Stil , Stilrichtung der islamischen Kunst.

Der Name geht auf die Nachkommen der Mohammed-Tochter Fatima (606-632) zurück. Die Herrschaft der Fatimiden erstreckte sich nach dem Sturz der Aghlabiden im 10. Jh. über ganz Nordafrika, eingeschlossen Ägypten, sowie über Sizilien, Syrien und große Teile der arabischen Halbinsel. Nach Annahme des Kalifentitels bauten die Fatimiden das neugegründete Kairo zur prunkvollen Residenz aus. Am längsten währte die Herrschaft der Fatimiden in Ägypten (1171). Zum Unterschied von Nordafrika, das im 11. Jh. durch die * Maurenkunst beeinflusst wurde, blieb Sizilien, obwohl 1071 von den Normannen erobert, dem Fatimistischen Stil verbunden. Heute wird die Bezeichnung Fatimistischer Stil in erster Linie für die in Ägypten entstandenen Kunstwerke angewendet. Die bedeutendsten Beispiele des Fatimistischen Stils befinden sich in Kairo, wie etwa die Al-Azhar-Moschee (970-972) - heute die älteste und bedeutendste noch bestehende islamische Universität -, sowie die El-Hakim-Moschee (990-1003) und die El-Aqmar-Moschee (vollendet 1125). Neben der Baukunst zählen u. a. Gläser (* Hedwigsgläser) und Keramiken, ferner Elfenbeinschnitzereien, wie * Olifante (* Sarazenische Hörner), * Pyxiden, Kassetten und Schachfiguren, zu den Beispielen des Fatimistischen Stils.

K. A. C. CRESWELL, Muslim Architecture of Egypt, I.: Ikhshids and Fatimids, Oxford 1952; K. ERDMANN, Die fatimid. Bergkristallkannen, in: Forsch. zur Kunstgesch. u. christl. Archäologie II, Baden-Baden 1953; E. KÜHNEL, Die islam. Elfenbeinskulpturen VIII.-XIII. Jh., Berlin 1971; M. J. HUSSEIN, Die Vergnügungen des Hofes und Alltagsleben: Eine ikonograph. Untersuchung der Darstellungen in der Malerei der Fatimidenzeit und deren Wirkung auf die nachfolgenden Epochen in Ägypten, Diss. Berlin 1981.


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