Alizarin-Krapplack , von spanisch/arabisch alizari, "Krappwurzel".
Ab 1868 wird das seit 1826 synthetisch herstellbare Alizarin für Alizarin-Krapplack verwendet und dient seit 1901 als Norm bei der Prüfung der Lichtechtheit von Anilinfarben. Der rote Alizarin-Krapplack ist beständiger als der natürliche * Krapp und hat diesen nahezu zur Gänze verdrängt.
Beim Alizarin-Krapplack fehlen die Begleitfarbstoffe wie Purpurin, die sich in dem früher verwendeten natürlichen Wurzelkrapplack nachweisen lassen. Alizarin-Krapplack ist lichtecht und findet für * Acryl-, * Aquarell-, Leim-, * Öl- und * Temperafarben Verwendung. Da Kalk den Alizarin-Krapplack zersetzt, ist dieser für * Fresken nicht geeignet.
W. SEIDENFADEN, Künstl. organ. Farbstoffe, Stuttgart 1957; H. KÜHN u. a., Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken, Bd. 1, Stuttgart 1984.
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