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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Feston , das, französisch, "Gehänge", ein an den beiden Enden befestigtes, horizontal verlaufendes und bogenförmig nach unten hängendes Ziergebinde aus Blüten und Blättern, manchmal auch aus Früchten.

Das Feston ist in der Mitte breiter und voller als an den Enden und erinnert daher in der Form an eine liegende Mondsichel. Manchmal sind Festons mit Bändern umwunden, die in Schleifen enden. In der Antike wurden Gebäude an Festtagen mit Feston aus Blumen verziert. Später ahmte man diesen Dekor als Fassadenschmuck in Stein nach. Im Mittelalter waren Festons nicht gebräuchlich. Sie kamen erst wieder in der Renaissance in Mode und wurden im Manierismus oft von dem mit Blüten gefüllten "Rollwerkskorb" (* Rollwerk) abgelöst. Seit dem Barock ist das Feston wieder in seiner ursprünglichen Form üblich. Klassizistische Festons bestehen für gewöhnlich aus schmalen lorbeerähnlichen Blättern und * gegenständig angeordneten Beeren. Ausgeführt sind Festons in Stein, Stuck, Holz, als Treibarbeit oder gemalt. Im 19. Jh. gab es vereinzelt auch aus Elfenbein geschnitzte Festons als Broschen. Zum Unterschied von dem in der Mitte dickeren Feston hat die * Girlande überall die gleiche Stärke und ist beliebig lang.


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