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Fiale , Nadel, von italienisch foglia, "(Tannen)"Nadel", oder abgeleitet von altfranzösisch filiolles, "Töchterchen",
In der gotischen Baukunst Bezeichnung für ein Zierglied in Form eines schlanken, spitz auslaufenden Türmchens. Der vier- bzw. achteckige *Schaft oder Leib weist häufig eine aus *Maßwerk bestehende Verzierung auf und hat im Mittelteil oft die Form eines *Tabernakels. Darüber erhebt sich der so genannte *Riesen, die pyramidenförmige, mit *Krabben besetzte Spitze, die mit einer *Kreuzblume bekrönt ist. Fialen dienen vor allem als Flankierung und Überhöhung von *Wimpergen und als Bekrönung von *Strebepfeilern. Sie verstärken den für die Gotik typischen Eindruck des himmelstrebenden "Vertikalismus". Da besonders in der Gotik *Architekturdekor üblich war, sind Fialen auch in der Kleinkunst der Gotik und der Neogotik zu finden, etwa bei Elfenbeinschnitzereien.