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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Abgedeckte Fassung , alte Manier, edle Steine, vor allem * Diamanten, zu fassen.

Die Abgedeckte Fassung bildet den Übergang von der * Zargenfassung zur  Körnerfassung (* Korn). Das den Steinen anliegende Material bestand früher im allgemeinen aus Silber, da dieses Edelmetall das beste Reflexionsvermögen hat. Die mit der Kleidung oder dem Körper in Berührung kommende Rückseite des Schmuckstücks wurde häufig aus hochkarätigem Gold gefertigt.

Seit Beginn des 20. Jh. stellte man die  Fassungen vielfach zur Gänze aus * Weißgold oder * Platin her. Die dickwandige * Zarge wurde konisch an den Stein angeschlagen und aus dem Material Körner herausgearbeitet, die dem Stein einen guten Halt verleihen. Die Flächen zwischen den Körnern sind hochglanzpoliert, wodurch sich der Stein darin spiegelt und größer erscheint. Die Abgedeckte Fassung wird deshalb mitunter auch * Spiegelfassung genannt.

L. RÖSSLER, Schmuck Lexikon, Wien 1982.


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