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Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann

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Fluxus , lateinisch, "das Fließen", Name für eine Form der * Aktionskunst (1958-63) mit akustischen und visuellen Arrangements rätselhaften Inhalts.

Der Höhepunkt des Fluxus war 1962/63. Im Gegensatz zum * Happening wird das Publikum in die Aktionen nicht miteinbezogen. Häufig wurden Fluxus-Aktionen nach einem eigens erstellten Plan abgewickelt, manchmal "Partitur" genannt. Fluxus-Kunstobjekte fungieren als Ideenträger einer idealistischen Lebensphilosophie. Sie sollen das Unterbewusstsein aktivieren, aufrütteln und zum Umdenken anregen. Das angestrebte Ideal besteht in einer neuen Lebensqualität, wobei Mensch und Natur harmonisch vereint sind. Der Gründer der Zeitschrift Fluxus, der Amerikaner George Maciunas, charakterisierte Fluxus-Veranstaltungen als "Erzeugung unspezialisierter Formen von Kreativität".

Manche Fluxus-Arrangements waren im Sinne des * Dadaismus als Schock-Ereignis konzipiert. Joseph Beuys, einer der Hauptvertreter des Fluxus, bezeichnete das Schockelement als "Energieschub" zur Aktivierung des Unterbewusstseins und zur Erzielung eines Denkanstoßes. Unbewusst Gespeichertes sollte dadurch zum Vorschein kommen und aus Gleichgültigkeit Interesse werden. Beuys arbeitete oft mit so genannten "Gegenbildern". Geometrische Formen sollten das Verlangen nach Lebendigkeit auslösen oder Grau die Sehnsucht nach Farbigkeit wecken u. s. w. Sehr publikumswirksam von George Maciunas inszeniert wurde 1963 ein Konzert, in dessen Verlauf die Musiker einen Konzertflügel demolierten. Vertreter des Fluxus waren u. a. Bazon Brock, George Brecht, Al Hansen, Jackson Mac Low, Timm Ulrichs und Ben Vautier.

J. BECKER, W. VOSTELL (Hg.), F. - Happening - Pop Art, Reinbek b. Hamburg 1965; L. ALLOWAY, F., Chronology, documents and essays from the most radical and experimental art movement of the 60's., New York 1970.


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